Gebietsführer

Alpen, Österreich/Stmk., OÖ, Salzburg, NÖ, Kärnten, Tirol, Südtirol, Schweiz, Himalaya, Karakorum, Südamerika

Dieter Seibert
Leichte 3000er in den Ostalpen: Über Wege und Steige auf 72 hohe Gipfel
192 Seiten, durchgehend mit Farbbildern, Übersichtskarten, Detailkarten, Piktogram-
und Routencharakteristiken, 12,1 x 1,5 x 18,5 cm, Bruckmanns Tourenführer,
ISBN-10: 3765449806, € 19.95.
Dieser übersichtliche und sehr empfehlenswerte Auswahl-Tourenführer präsentiert Wege und Steige auf Gipfel über Dreitausend Meter mit ansprechenden Bildern. Von einfachen bis schwierigen, von kurzen bis mühevollen Zielen zwischen dem Verwall und den Dolomiten – genau richtig für mehrere stressfreie Urlaube!                                               gr

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Österreich/NÖ

Werner Gamerith
Ötscherland
224 Seiten, Tyrolia 2012, ISBN 978-3-7022-3044-9, € 29,95.
Für Niederösterreicher, Wiener und sogar viele Oberösterreicher ist der 1893 m hohe Öt- scher einer der „Hausberge“. Seine isolierte Lage macht ihn nicht nur zum Beherrscher des Mostviertels, sondern auch zu einem markanten Orientierungspunkt, der bei guter Sicht selbst vom Böhmerwald noch zu sehen ist. Aber nicht nur der – von allen Seiten zu ersteigende – Gipfel ist einen Besuch wert, sondern auch vor allem die Schluchten, Gräben und Wasserläufe die ihn umgeben. In diesem wunderschönen Buch setzt sich der bekannte Kulturtechniker und Wasserwirtschafter Werner Gamerith mit der viel- fältigen Natur von Ötscher und Dürrenstein auseinander. Ausführlich widmet er sich der, an vielen Stellen abzulesenden, geologischen Entstehung dieser Berge, zeigt ein- drucksvoll die Besonderheiten von Fließ- und Stillgewässern, Mooren und Urwäldern und ordnet den unterschiedlichen Lebensräumen ihren besonderen Platz in der Natur zu. Wer Wildnis und Wildheit in der näheren Umgebung sucht – hier wird er fündig. Natürlich wäre es nicht der überall anerkannte und profilierte Naturschützer Werner Gamerith, würde er nicht dem Erhalt dieser Lebensräume einen besonderen Stellen- wert einräumen. Wie alle seine Bücher ist auch dieses hervorragend bebildert. Ein Buch
für alle, die den Ötscher nicht nur als Schiberg sehen, sondern in die Schönheit und Vielfalt seiner Kämme, Falten und Abgründe näher eindringen wollen.                       RW

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Österreich/Stmk., OÖ, Sbg.

Adi Mokrejs, Josef Hasitschka
Erlesener Dachstein
436 Seiten, Schall-Verlag, Okt. 2015, ISBN: 978-3-900533-82-3, € 35,-
117 Abschnitte, 117 x Dachstein von vorn und hinten, von oben und unten, von einst und heute, 117 x Lesevergnügen nicht nur für Alpinisten, sondern für alle, die der herr- lichen Region einen besonderen „Mehrwert“ zuschreiben – sei es als Erholungsort oder als Erlebnistribüne. Das herrliche Dreigestirn von Torstein, Mitterspitz und Dachstein auf der Titelseite, unterlegt mit einer alten Wanderkarte in noblen Grautönen – so prä- sentiert sich der neueste Wurf des bewährten Duos Mokrejs/Hasitschka.
Wer nur so husch, husch drüberliest, dem kann es gehen wie unserem Präsidenten, der
das Buch als „Erlebnis Gesäuse“ vorstellen wollte – Freud schau owa. Es ist aber auch kein Wunder, denn was sich an Erlebnissen in diesem Erlesenen auftut ist dermaßen reichhaltig, dass selbst das noble Grau einmal abgegriffen sein wird, vom vielen zur Hand nehmen. Eine Zeitreise aus dem Mittelalter über die bergsteigerische Erschließung bis zur Auseinandersetzung mit Lebensweise und Kultur der Bevölkerung erwartet den Leser – ursprünglich niedergeschrieben und veröffentlicht in unzähligen Publikationen, Zeitschriften und Biografien. Manche einfühlsam und romantisch (Simony, Schultes, Reinl), manche heroisch und kämpferisch (Pichl, Lichtenegger), viele dramatisch (Maix, Gruber, Blach, Knaus) – alle aber spannend und lesenswert. Natürlich wird die Handschrift der beiden historisch versierten Autoren immer und überall sicht- bar, ob in persönlichen Geschichten (Hasitschka „Meine Zeitroas um den Dachstein“), oder in den Biografien von Simony, Pichl, Reinl, Preuß und Peterka, die Adi Mokrejs in gewohnt kluger und kritischer Weise einer Neubewertung unterzieht. Den Autoren sei Dank für ihre historischen Grabungsarbeiten, Kurt Schall sei Dank, dass er sich als Ver- leger abseits von Führerliteratur auch solchen speziellen Themen widmet und das Buch so rechtzeitig herausgebracht hat, dass ich eine Weihnachtsgeschenksorge weniger habe! Ein Geschenk, das sicher Freude macht!                                                                             RW

Adi Stocker
Bergführer Loferer & Leoganger Steinberge
200 Seiten, Panico Alpinverlag 2016, ISBN 13978-3-95611-057-3; € 19,80.
Zu den großen Unbekannten der Nördlichen Kalkalpen zählt wohl das Tourengebiet dieses Führers. Ja natürlich, Ochsenhorn, Birnhorn, Reifhorn – das hat so mancher Gip- felsammler schon einmal besucht, aber meist gibt man sich mit dem Fernblick von der Loferer oder Saalfeldner Seite zufrieden und denkt sich: „Da sollten wir auch einmal …“. Wer sich mit den markanten Gipfeln aber näher beschäftigen will – sei es auf Nor- malanstiegen, Gratüberschreitungen, leichten Klettertouren, Klettersteigen oder Schi- touren — bekommt mit diesem Führer einen ganz aktuellen Leitfaden in die Hand. Adi Stocker, der bereits den AV-Führer der 1990er-Jahre bearbeitete und der Panico Alpin-verlag legen hier ein handliches, bestens recherchiertes und praxistaugliches Büchlein vor, das alle Kriterien eines modernen Auswahlführers erfüllt, enthält es doch auch Vorschläge, Skizzen und Topos zu Kletterhallen, Klettergärten, Bouldern, Sportklettern, Eisklettern, Hütten, Hochseilgärten, Höhlen, Sportgeschäften usw. „Auf ins unbekannte Land — egal mit welchem G‘wand“, möchte man daher den Aktiven zurufen, denn diese Berge sind ein Garant für unvergessbare Abenteuer.                                                                   RW

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Kärnten

Hans M. Tuschar
Alpingeschichte kurz und bündig: Zell Pfarre
122 Seiten, mit zahlreichen Abbildungen, 11,5 x 15,5 cm, Österreichischer Alpenverein, Innsbruck 2016, www.bergsteigerdoerfer.org
Dieses Bändchen aus der Reihe „Bergsteigerdörfer“ des ÖAV widmet sich Zell/Sele am Fuß der Karawanken und hat in Hans Tuschar einen Bearbeiter gefunden, der in dieser weitgehend ursprünglich und unverschandelt gebliebenen Region in touristischer, alpi- nistischer wie auch historischer Hinsicht als kompetenter Insider punkten kann. Die Be- handlung der politischen Vergangenheit – die hier turbulenter und dramatischer ver- laufen ist als anderswo – erforderte wohl ein ebensolches Fingerspitzengefühl wie der Umgang mit dem brüchigen Karawankenfels. Diesem sind bekanntermaßen kaum be- rühmte und begehrte Kletterrouten zu entlocken, zusätzlich fördert die geografisch ab- geschiedene Lage dieser Grenzregion Abwanderungstendenzen, die durch einen, wie mit dieser Initiative propagierten, sanften Tourismus aufgehalten werden könnten: Hei- mat ist wohl ein großes Gefühl und ein ehrenwerter Begriff, aber ohne zeitgemäße Le- bensgrundlage stehen alle ursprünglichen Lebensformen auf der Roten Liste ausster- bender Arten – weltweit! Ganz schwierige Balance: ein Fremdenverkehr mit Augenmaß ist ein zwar mühsamer, aber auf längere Sicht vielleicht besserer Weg als die tosende Betriebsamkeit der großen Tourismusorte, die – vorerst – das schnelle Geld machen. Bis dann die nächste Kreditrate fällig ist…                                                                                    a.m.

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Tirol

Günter Durner, Gerhard Gstettner: Ferienregion Imst, Pitztal und Ötztal – Sportklettern; Klettersteige, Eisklettern, Bouldern
306 Seiten, Format: 22 x 18 cm, Ringbuch (halbverdeckt) im Querformat, AM-Berg-Verlag, ISBN 978-3-946613-00-8;
€ 24,90.
Mit diesem sorgfältig gestalteten Führer stellen der Bergführer Günter Durner und der Pitztaler Tourismuschef Gerhard Gstettner allen alpin interessierten Besuchern der Region eine äußerst anregende Unterlage zur Verfügung. Fotos, Topos und Kurzbe- schreibungen zeigen, welch große Vielfalt die Region zusätzlich zu den bekannten Gipfelzielen bietet: 44 verschiedene Felsklettergebiete mit mehr als 2.000 Routen, ein Bouldergebiet, 14 Klettersteige, 85 Eisklettergebiete – festgehalten in 380 Fotos, 40 Übersichts- und Anfahrtsskizzen und 110 Topos. Alle wichtigen Angaben zu Schwierig- keit, Seillängen und notwendiger Ausrüstung fnden sich ebenso wie aussagekräftige Fotos, die einen guten Eindruck von den zu erwartenden Schwierigkeiten geben. Dieser Führer ist ein absolutes MUSS, wenn man mit Kletterambitionen in diese  wunderschö- ne Tiroler Region reist.                                                                                                                              RW

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Südtirol

Janina und Markus Meier, Karin Bernhart
Wanderbare 3000er in Südtirol: Über Wege und Steige auf 40 hohe Gipfel
160 Seiten, ca. 140 farbige Abbildungen, Format 16.5 x 23.5 cm, Klappenbroschur mit Fadenheftung, Bruckmann Verlag, ISBN-13: 978-3-7654-6132-3, € 9.99.
Janina und Markus Meier präsentieren in ihrem Südtirol-Wanderführer eine abwechs- lungsreiche Auswahl an Genusswanderungen auf Südtirols 3000er mit wunderschönen Bildern, vom Piz Boè in den Dolomiten bis zur Zielspitze in den Ötztaler Alpen mit den richtigen Anregungen für Südtirol-Liebhaber!                                                                                  gr

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Maurizio Marchel
Band 1: Einsame Gipfel in Südtirol
60 ungewöhnliche Touren vom Vinschgau bis ins Wipptal
152 Seiten, viele Farbbilder, Format: 16.5 x 21.2 cm, Klappenbroschur, € 19.90, Tappeiner Verlag, ISBN-10: 887073644X, € 19.90.

Band 2: Einsame Gipfel Südtirol-Dolomiten
60 ungewöhnliche Touren vom Pfitschtal bis ins Pustertal
152 Seiten, viele Farbbilder, Format: 16.5 x 21.2 cm, Klappenbroschur, Tappeiner Verlag,
ISBN-10: 8870737144, € 19.90.
In diesen beiden Bänden beschreibt der Autor ausgewählte, kaum begangene Routen und Gipfelziele weitab von allseits bekannten Wegen und Zielen des Massentourismus. Jede Route wird mittels genauer Wegbeschreibung vorgestellt. Flugaufnahmen zeigen nicht nur das Bergziel, auch der genaue Verlauf der Route ist eingezeichnet. So wird bei jeder Tour ein ausgezeichnetes Gesamtbild vermittelt. Bei den meisten Anstiegen muss allerdings ein beachtlicher Höhenunterschied bewältigt werden. Auch wenn die be- schriebenen Touren im großartigen, alpinen Umfeld Südtirols nicht besonders an- spruchsvoll sind, weisen sie erhebliche Höhenunterschiede auf und führen zuweilen weglos durch unwirtliche, sehr abgeschiedene Landschaften. Deshalb sind sie nur hochalpin erfahrenen Wanderern zu empfehlen! Wer gerne abseits der lauten Mode- gipfel und -routen unterwegs sein möchte, findet hier Ziele für viele Bergurlaube, bei denen allerdings das Wetter passen sollte. Sicherheitshalber ist hier die genaue Routenplanung mit einem Navigationsgerät sehr zu empfehlen!                                          gr

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Schweiz

Kropac, Silbernagel, Wullschleger
Bündner Alpen
Hochtouren-Topoführer, 384 Seiten; TopoVerlag, IBSN: 978-3-9524009-4-4, € 51,90
„Bündner Alpen“ – ein Begriff, der den Schweizer Bergsteigern durchaus geläufig ist, bei uns aber oft ein Fragezeichen auf der Stirn hinterlässt. So macht es Sinn, diesem Führer zunächst einmal auf den hinteren Einbanddeckel zu schauen, denn die Karte lässt das Gebiet schon deutlich besser abgrenzen: Oberalp-Vorderrhein, Rheinwald-Avers, Julier, Flüela, Bergell-Disgrazia, Bernina-Puschlav und Silvretta-Unterengadin heißen die sechs vorgestellten Abschnitte. Von den klassischen Klettereien, bis zu den eindrucks-vollen Kombi-Anstiegen ist in diesem Auswahlführer alles vorhanden, was das Bergstei-gerherz begehrt. Aussagekräftige Bilder, Kartenausschnitte und Topos ersetzen Routen-beschreibungen à la „Mit der rechten Hand den Griff hinter dem Felszacken nehmen und mit dem linken Bein …“ wie schon in den Führern „Berner Alpen und „Walliser Alpen“ gibt es neben der französischen Schwierigkeitsbewertung der Felskletterei, wieder zusätzlich eine Ernsthaftigkeitsskala (E1-E5) und eine Gesamtbewertung (L-AS). Das ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig aber gerade für Hochtouren dieses Kalibers eine sehr wertvolle Einführung. Diese hervorragenden Hochtourenführer orientieren sich an bereits erfahrenen, selbständigen Alpinisten. Eigenverantwortliches Handeln und selbständiges Denken werden damit gefordert und gefördert. In den klugen Einführungstexten zu jeder Tour geben die Autoren jeweils ihre persönliche Einschätzung zu den Zustiegen, Schwierigkeiten und zu erwartenden Problemen weiter und das meist sehr plausibel. Alle Hütten und Biwakschachteln werden mit Foto und Kurzinfos vorgestellt, auch hier nach dem Motto „weniger ist mehr“.                                 RW

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Robert Bösch
Schweiz Alpin Die schönsten Touren in Fels und Eis
272 Seiten, 260 Abbildungen und Karten ASVerlag, 2009, CHF 100,00
Ein großformatiger Band nach dem Konzept: wenig Text, viel zum Schauen; vorgestellt werden ausgewählte klassische Fels- und Eistouren aus allen Regionen der Schweiz mit
sparsamen Kurzangaben. Sehr eindrucksvoll sind die Fotos, die nicht nur die Gipfel, Wände und Grate zeigen, sondern auch besondere Kletter- oder Abseilstellen. Ein schöner, interessanter Bildband zum Schmökern.                                                                    RW

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Himalaya, Karakorum

Ghidims Valley, Karakorum
Edition 2015, 63 Seiten; bearbeitet von Janusz Majer und Jerzy Wala.
Eine Untergruppe der Khunjerab- (Ghujerab)-Mountains im nördlichen Karakorum. Enthält u.a. Berichte über die Ersteigung des Kuksil (Koksil) und Yawash Sar, sowie des Igls Peak durch eine österreichische Expedition im Jahr 2014.

K6 Group, Pakistan, The Lachit-Kaberi Mountain Subgroup                                           2015, Supplement 2, 40 Seiten, A 4, bearbeitet von Janusz Majer und Jerzy Wala
Auf den Ergebnissen der polnischen TagasExpedition und der Steven Svenson Expedi- tion (jeweils von 2015) basierend, schließt das bearbeitete Gebiet östlich an das Werk Tagas Group an. Die Erweiterung des pakistanischen Straßennetzes bis nahe an den Kaberi-Gletscher erleichtert nun den Zugang in dieses Bergmassiv mit seinen zahl- reichen Fünf- und Sechstausendern.

Zebak-Hindukusch
1. Edition 2015, 101 Seiten; zusammengestellt von Jerzy Wala.
Basierend auf den Berichten polnischer, britischer und französischer Expeditionen aus den Jahren 1966 -1977 in dieses Gebiet im nordöstlichen Hindukusch, östlich von Faiza- bad.

Diese Kompendien im Format A4 erscheinen in kleinen Auflagen, unsere Klubbibliothek wird mit den jeweils neuesten Folgen beschickt.                                                                       a.m.

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Südamerika

Robert Kostka (Hg.)
Aconcagua
224 Seiten, Grossformat 290 x225 mm, Karton, farbiger Schutzumschlag, viele Fotos in Farbe und Schwarzweiß, Skizzen und Landkarten, Weishaupt-Verlag, ISBN: 978-3-7059- 0229-9, € 49,90.
Grandioses wissenschaftliches Werk, an dem neben dem Herausgeber Univ. Prof. DI, Dr. techn. Robert Kostka noch 14 andere Experten mit Fachbeiträgen mitgewirkt haben. So wird das Gebiet vom höchsten Gipfel beider Amerika bis zum Wendekreis des Stein- bocks in allen denkbaren Disziplinen tiefschürfend abgehandelt. So erfahren wir nicht nur geografische Fakten über die Anden, den höchsten aktiven Vulkan der Erde, den Ojos del Salado, die Salzwüsten und den Aconcagua, sondern auch vieles über Men- schen, Kultur und Geschichte, Fossilien, Mumien, Flora und Fauna der Anden. Die Be- steigungsgeschichte – von den vor über 500 Jahren geopferten Indios über die Erst- besteigung des Aconcagua 1897 im Rahmen der britischen Fitz Gerald-Expedition durch den Schweizer Bergführer Matthias Zurbriggen, die „Vorarbeit“ von Paul Güssfeld schon 1884, dann die Leistungen und die archäologischen Funde von Rebitsch, bis zu den Ge- schwindigkeitsbergläufen von Christian Stangl 2002 – sind dokumentiert; prähistori- sche Felsbilder, 120 Jahre Hochgebirgskartografie am Aconcagua, die Entwicklung der indigenen Bevölkerung, die Nationalparks und Naturreservate, eine umfangreiche Bi- bliografie für weitere Studien ergänzen das Werk. Helga Kostka und Maria Constanza Ceruti bringen in ihren Beiträgen viele Details und Zusammenhänge über die indigene Bevölkerung und die Hochgebirgsarchäologie in Argentinien. Der Blickwinkel, dass auch moderne Bergbesteigungen den alten „Wallfahrten zu heiligen Opferstätten im Hochgebirge“ ähnlich sind, eröffnet neue Bewertungen – sowohl was den Massenan- sturm als auch die Todesopfer betrifft … Ein vielschichtiges Werk über die Anden und den Aconcagua, welches weit mehr bietet als übliche Gebirgsbeschreibungen.      Ö.K.

Leserbrief Thomas Bubendorfer zur Buch-Rezesion
Zur Info für Interessierte an dem oben genannten Buch: „Ich habe es mir auf Grund der Rezension in der letzten Klubzeitung gekauft, weil es als ,das umfassendste Werk über den Aconcagua‘ (oder so ähnlich) in der Rezension beschrieben wurde. Allerdings wurde ich aus Extrembergsteiger Sicht sehr enttäuscht, denn über die ,unbestritten wildeste, an- spruchsvollste und gefährlichste Seite des Aconcagua‘, die Südwand, wird nicht einmal eine halbe Seite geschrieben (von 224). Außerdem ist nicht richtig, dass die Messner Direttissima gleich schwierig ist wie die Franzosenroute, sie ist schwieriger. Von den extrem schwierigen jugoslawischen und slowenischen Routen links der Messner Route ist überhaupt keine Rede. Einmalige Alleingänge in einer ,der drei großen Wände der Erde‘ (Messner) werden mit keinem Wort erwähnt, dafür ist dem Rekordlauf von Christian Stangl, der morgen oder übermorgen keiner mehr sein wird, eine ganze Seite gewidmet. Das Buch habe ich zurückgeschickt.“

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