Erzherzog-Johann Huette

Die Erzherzog-Johann Hütte

Die Erzherzog-Johann Hütte auf der Adlersruhe des Großglockners ist mit 3454 m die am höchsten gelegene alpine Unterkunft Österreichs und, nach dem Rifugio Marco e Rosa (3609 m, Bernina) und dem Rifugio Vioz-Mantova (3535 m, Ortler Gebiet), die dritt-höchste der Ostalpen. Schon bei den Versuchen der Großglockner Erstbesteigung, im Sommer 1799, wurden erste Schutzbauten, genannt die Hohenwarten, im Bereich der Adlersruhe errichtet. Der Österreichische Alpenklub wurde 1878 in Wien gegründet und ist eng mit Österreichs höchstem Berg verbunden: als „Eigentümer“ des Gipfelkreuzes und von 114 m² Glockner-Gipfelfläche auf Tiroler Seite sowie durch seine Erzherzog Johann-Hütte, der einzigen Hütte des ÖAK. Länder übergreifend wie der Klub, verläuft schräg durch sie die Grenze zwischen Tirol und Kärnten. Beliebt ist sie als optimaler Stützpunkt für den Normalanstieg, da der Gipfelanstieg nur mehr ca. 1,5  bis 2 Stunden dauert (je nach Andrang). Erleben Sie den Sonnenuntergang auf 3.500 m mit einem grandiosen Rundblick vom Dachstein bis zu den Dolomiten.

erzherzog-johann-huette-erstrahlt-in-neuem-glanz-41-64688821Erbaut 1880, wiederholt erweitert und renoviert, ist die Hütte mit ihrer exponierten Lage Stolz und Sorgenkind zu gleichen Teilen: höchstens eine Weltraumstation ist noch schwieriger zu erhalten.

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Zustiege: Von Kals in Osttirol über den Alten Kalser oder Mürztaler Weg (Klettersteig) in ca. 5 Stunden, von Heiligenblut über den Fürstbischof-Salm-Weg in ca. 6 Stunden Geh- zeit.                                                                                                                                                                      Der „Mürztalersteig“ wurde um 1906 von den Mürztalern aus der Steiermark errichtet, die damit die Aufnahme in den Österr. Alpenklub erwirkten. Die Berg- und Schiführer der Glocknerregion haben diesen Steig vor einigen Jahren wieder neu errichtet und teilw. mit Sicherungsstangen, Seilen und Holzstufen (Hühnerleiter) gesichert. Er ist auch in der AV-Karte eingezeichnet.                                                                                                    Vom Ködnitzkees folgt man nicht der Aufstiegsspur zur Stüdlhütte, sondern steigt zur Burgwartscharte (3114 m) auf. Über einen gut begehbaren Felsgrat, dem Blauen Schartl, erreicht man das Kampl und die Erzherzog Johann Hütte. Auch bei Lawinen- und Steinschlaggefahr am oberen Ködnitzkees ist der „Mürztalersteig“ eine sichere Zu- und Abstiegsroute zu/von der Erzherzog Johann Hütte.                                                   http://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/erzherzog-johann-huette-ueber-den-muerztalersteig/14906815/#dmlb=0

Glockner_mit_Huette  Glockner_Gipfel  Glockner_Aufstiegsspur  Glockner_200mm  ErzherzogJohannHuette4  ErzherzogJohannHuette3  ErzherzogJohannHuette2  ErzherzogJohannHuette  Adlersruhe_nach_Sturm

                                                                                                                                                                  Geöffnet von Ende Juni bis Ende September                                                            Hüttenwirt: Toni Riepler
Tel.: +43/4876/8500
Mobil +43/664/125 1041
E-Mail: info@erzherzog-johann-huette.at
www.erzherzog-johann-huette.at

Anna Toni Natalie GittiPächterwechsel: Bergführer Toni Riepler aus Kals ist unser neuer Pächter, da Peter Tembler die Hütte, aus familiären Gründen, nicht mehr bewirtschaften kann. Bei allen, die nicht an der offiziellen „Hütten- übergabe“ teilnehmen konnten, möchte sich unser neuer Hüttenwirt Anton Riepler vorstellen: „Nach- dem Peter Tembler sein Pachtverhältnis im Herbst letzten Jahres beendet hat, folge ich ihm als Pächter der Erzherzog-Johann-Hütte nach. Einige kennen mich und meine Familie noch von der Zeit auf der Glorer Hütte (Glocknergruppe), die ich mit meiner Freundin Brigitte (Gitti) von 2006 bis 2011 bewirt-schaftet habe. Damals waren wir noch zu dritt mit Tochter Natalie. Seit fünf Jahren verstärkt Tochter Anna unsere Familienbande. Ich werde von allen kurz und einfach, Toni genannt. Seit mittlerweile 14 Jahren bin ich staatlich geprüfter Berg- und Schiführer und als solcher auch beruflich unterwegs. Auch eine Berufung, allerdings ehrenamtlich, ist meine Tätigkeit in der Bergrettung. Die Entscheidung wieder Hüttenwirt zu werden war nicht leicht. Nach Absprache mit meiner Familie, meinem Umfeld und Peter Tembler, beschlossen wir, uns dieser großen Herausforderung zu stellen. Ein großer Vorteil ist, dass die Hütte vorbildhaft geführt wurde und die Bauarbeiten zur Sanierung größtenteils abgeschlossen sind. Besonders wichtig war und ist mir auch das gute Verhältnis zum Hüttenbesitzer, dem Österreichischem Alpenklub. Ein weiterer Vorteil ist sicher auch der gute Zusammenhalt im Kalsertal. Wir möchten uns hiermit bei allen bedanken, die uns bisher geholfen und unterstützt haben – ganz besonders bei Peter Tembler. Seine Hilfe und Unterstützung geht über das übliche Maß hinaus, dies zeugt von wahrer Größe, danke Peter! Ein alter Dank ist zugleich eine neue Bitte: Seid‘s so güet und helf‘ ma weiter zomm! So, jetzt sind wir schon ge- spannt wie‘s uns mit der Hütte geht und würden uns freuen, wenn uns so viele wie möglich oben besuchen. Beste Grüße und Berg Heil, Toni Riepler mit Familie“

2016: Die höchstgelegene Schutzhütte Österreichs ist vollständig saniert!

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       Aufgrund der exponierten Lage des Schutzhauses war die Generalsanierung Erzherzog-Johann-Hütte auf der Adlersruhe des Großglockner in 3.454 Meter Höhe eine besondere Herausforderung für Planer und Ausführende. Koordiniert wurde das Projekt vom Zivil-techniker Gottfried Steinbacher aus Thalgau. Jeder Bauteil, jedes Werkzeug, jeder Ar- beiter musste hinauf geflogen werden oder brauchte über den Steig  rund fünf Stunden bis zur Hütte. Die Materialseilbahn konnte nur maximal 300 Kilogramm transportieren. Oft behinderten Sturm und Gewitter tagelang die Bauarbeiten. Auch die dünne Luft machte den Arbeitern und den Maschinen zu schaffen, die Leistung ist deutlich geringer als im Tal.

Zuerst musste der Untergrund stabilisiert werden. Die Außenwände wurden teilweise abgetragen und neue Holzelemente eingezogen. Nun sind sie umweltgerecht wärmege- dämmt und mit neuen Lärchenholzschindeln verkleidet. Neu sind auch Dach,  Hütten- terrasse, Kläranlage, die Schneeschmelzanlage samt UV-Wasseraufbereitung und das Blockheizkraftwerk … Finanziert wurde die umweltgerechte Generalsanierung vom Österreichischen Alpenklub mit Unterstützung der Länder Tirol, Kärnten und Salzburg, dem Bund und der Großglockner-Hochalpenstraßengesellschaft. Nach 15 Jahren ist sie abgeschlossen. Das wurde mit einem Festakt im Beisein von Landeshauptmann Haslauer gefeiert.

http://salzburg.orf.at/news/stories/2778978/SARA_BUBNA_07062016_Erzherzog Johann-Huette-13.jpg.2016-06-09-10-58-09