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Otto Sanz, Bernd Saxinger, Kurt Schall, Anneliese Scharbl, Raimund Schinko, Hanns, Liselotte & Dieter Schell, Helma Schimke, Raimund Schinko, Friedrich Simony, Gerhard Schirmer, Horst Schmoltner, Marcus Schmuck, Hermann Schneck, Joachim Schneider, Peperl Schrom, Pit Schubert, Ernst Schuster, Martin Seyer, Walter Siebert, Georg Simeoni, Friedrich Simony, Sepp Sint & Veronika Sint-Menzel, James Skone, Paul Sodamin, Klaus Springfeld, Wolfgang Stefan, Roland Stierle, Hannes & Irene Strohmeyer, Bernhard Stummer, Roman, Anna & Christa Szalay …

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Otto Sanz, Bernd Saxinger, Kurt Schall,

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401934_278465388917845_254311980_nAnneliese Scharbl lebt in Wien und ist eine begeisterte Bergsportlerin (am liebsten alpine Kletterrouten). Sie nahm an der 1. Österr. Frauenexpe-dition teil.
Geb. am 15. Feb. 1961 in Laa/Thaya, Alleinerzieherin, 2 Töchter, Sport- und Russisch Lehrerin am BG/BRG Tulln, ehemalige Fünfkämpferin, bestieg u.a. Belucha, Pik Rasdelnaja, Pik Korschenewskaja, 7.107 m, Elbrus, Ararat …
Anneliese ist ein Wirbelwind, der alle mitreißen kann. Mit ihr wird es nie langweilig. Deshalb konnte sie auch ihre Töchter Alina & Diana für einige Radetappen der „Grenzgänge“ begeistern.

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Raimund Schinko, Hanns, Liselotte & Dieter Schell,

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1379356292385-schimkeinnenHelma Schimke

ORF III ,  Land der Berge                          DIE MACHT DES SCHICKSALS – PORTRAIT EINER UNBEUGSAMEN FRAU zum 90. Geburtstag von Helma Schimke.                                                          Dieser Film von Annette Mäser und Uli Gschwandtner  ist auf Youtube zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=-ecr2UVakA8

Die Salzburgerin galt schon in sehr jungen Jahren als großes bergsteigerisches Talent. In den 1940er Jahren kletterte sie bereits den 6. Schwierigkeitsgrad z.B. an der Doppler- wand des Untersbergs. Die Aiguille Noire, die Fleischbank Ostwand und die Major- Route am Montblanc gehören zu ihren „Damen-Erstbegehungen“. In den 1950er- und 1960er-Jahren zählte Helma zu den besten Bergsteigerinnen der Welt und als Pionierin in der männerdominierten Bergsteigerschaft. Ihre Leidenschaft galt zeitlebens den schwierigsten Kletterrouten zwischen Montblanc und Großglockner.
Schon als Kind hat die gebürtige Seekirchnerin (Wallersee) die hohen Berge bewundert: „Im Süden habe ich diese Berge gesehen und gefragt: Wie schaut’s auf dem Berg aus und was ist dahinter? Für mich war damals hinter den Bergen die Welt zu Ende.“ Mit fünf brannte sie im Lungau durch und bestieg einen kleinen Berg. „Ich will Bergsteigerin werden“, schrieb sie in ihr Tagebuch und baute auch lieber Baumhäuser, statt mit Pup- pen zu spielen. Der Untersberg wurde ihr erster „Lebensberg“. An ihrem zwanzigsten Geburtstag stand Helma zum hundertsten Mal auf seinem Gipfel.
Anfang der 1950er-Jahre, nach dem Architekturstudium bei Clemens Holzmeister in Wien, begann Helma Schimkes alpine Karriere, als kühne und extreme Bergsteigerin – zu einer Zeit in der Frauen am Berg nicht von allen Männern geschätzt wurden. Aber mit dieser Erkenntnis war sie ja ohnehin seit ihrer für Frauen eher ungewöhnlichen Berufs- wahl konfrontiert. Immerhin, die großen Salzburger Bergsteiger wie ihr Lehrmeister Rudolf Bardobej oder Marcus Schmuck und Fritz Wintersteller schätzten die bildhüb- sche, unternehmungslustige junge Frau und klettern gerne mit ihr. Als erste Frau gelang Helma der Buhl-Weg in der Maukspitze-Westwand, die Leuchsturm-Südwand und die Fleischbank-Südostverschneidung, ihre erste Tour im 6. Schwierigkeitsgrad, zu diesem Zeitpunkt das obere Limit des Kletterns.
„Helma! Halt dich immer so gut wie im Rossi-Überhang!“ schrieb Schmuck in einer Wid- mung am Wilden Kaiser. „Irr!“, meint Helma jetzt rückblickend auf ihren ungewöhnli- chen Lebensweg dazu. Obwohl den Alpinismus fast ausschließlich Männer beherrsch- ten, kletterte Helma auch den PeutereyGrat am Mont Blanc, die Via Ratti in der West- wand der Aguille Noire, den Dent du Géant, die Monte Rosa-Ostwand, die Nordwand der Westlichen Zinne und die Cassin-Route in der Piz Badile-Nordostwand – und das alles mit der damaligen Ausrüstung, die mit den heutigen Sicherheitsstandards nicht vergleichbar ist. Es gab nicht einmal reißfeste Seile. Geklettert wurde ohne Helm und Sitzgurt, mit großen Hakenabständen und Schultersicherung. Über Fragen, wie sie denn trainiere, konnte sie nur lächeln. Sie war berufstätig und Mutter von drei Kindern. Aber wenn es nur irgendwie möglich war, verbrachte sie ihre knappe Freizeit mit ihrem Mann in den Bergen. Mit Konrad Schimke waren Helma aber nur wenige glückliche Jah- re vergönnt. Der Richter wurde 1961 in der Watzmann-Ostwand von einer Lawine in den Tod gerissen und die 35-jährige Helma stand plötzlich mit drei unversorgten kleinen Kindern allein da. Mit eisernem Willen meisterte sie auch dieses Problem, obwohl sie neben der Kindererziehung voll berufstätig sein musste. Ein weiterer Schicksalsschlag war vor einigen Jahren der Tod ihres Sohnes nach kurzer schwerer Krankheit.
„Als Gesamtpersönlichkeit ist Helma Schimke die bedeutendste Vertreterin Öster-reichs“, schrieb die erste deutsche Alpinjournalistin Felicitas von Reznicek, eine leiden- schaftliche Bergsteigerin und Tochter des bergbegeisterten Komponisten Emil Nikolaus
von Reznicek (Oper „Donna Diana“). Die Kombination aus Willensstärke, Ausdauer und Durchsetzungskraft benötigte Helma sowohl in ihrem von Männern dominierten Berufs- feld wie auch am Berg und in ihrem sozialen Umfeld, denn sie hatte viele Neider, die ihre Gipfelsucht kritisierten. Doch Gipfel „zu bezwingen“ oder berühmt zu werden war nie ihr Ziel. Sie kletterte, weil sie die Berge und das Bergsteigen liebt. Oft warf man ihr vor, wie unverantwortlich ihre Bergsteigerei sei, da sie drei kleine Kinder hatte. Heute weiß sie aber, dass es die richtige Entscheidung war. Wann immer sie mit Problemen beladen zu einer Bergtour aufbrach, kam sie erleichtert und zuversichtlicher zurück.
In den Bergen findet sie bis heute Ruhe und kann bei sich selbst sein. Im fortgeschritte- nen Alter kletterte sie noch schwierige Alpintouren wie die TofanaSüdwand, die Schleier- oder die Agnèrkante. Später zählten dann der Jesuitenpater Fred Ritzhaupt und die Skirennläuferin und Olympiasiegerin Christl Haas zu ihren Seilpartnern. Und im Ältestenrat des Salzburger Alpenvereins gibt sie ihre Erfahrungen weiter.
Helma ging auch als Achtzigjährige noch regelmäßig in die Berge und klettern – zum Beispiel am Plombergstein bei St. Gilgen. „Ich schwindel nun aber manchmal und genier mich nicht mehr, wenn ich in einen Karabiner greife, sondern freue mich, dass ich ihn benützen kann“. Zu ihrem 90er hat sie eine ganz besondere Einladung von Thomas Huber, dem Vater der berühmten Huber-Buam. Er möchte mit ihr noch einmal die Watzmann-Ostwand klettern!
Bis zu ihrem 90er arbeitete Helma als freiberufliche Architektin. Ihren letzten Auftrag – den behindertengerechten Umbau eines Hauses für ein Ehepaar mit zwei schwer behin- derten Kindern – beendete sie kurz vor ihrem Geburtstag. „Meine letzte Aufgabe erfüllte mich mehr als so mancher frühere Auftrag“, lautet Helmas Resümee zu ihrer mehr als 60-jährigen Berufslaufbahn – ihr erstes Einfamilienhaus hatte sie 1954 geplant.
Literatur: Auf steilen Wegen, Berge – Auf Wegen zu sich selbst,                                           Über allem der Berg – mit ehrlichen Schilderungen der schwersten Touren ohne Heldenpathos und poeti- schen Naturbildern. Kurz vor dem ersten Weihnachtsfest nach dem Tod ihres Mannes stieg Helma auf den winterlichen Untersberg und schrieb: „Hier aber, auf dem Berg, auf dieser Glücksinsel meiner Jugend, erfuhr ich von einer Welt über der Welt, hier bekam ich den Begriff von höherer Freiheit und tieferer Freude. Hier habe ich das große Gesetz auf meine Art verstehen gelernt, das Gesetz von Notwendigkeit und Zu- fall, Willkür und Vernunft, Wille und Glauben. Wie dankbar bin ich dafür, jetzt am Beginn eines neuen Lebensabschnittes. Als ich das erste Mal nach jener Katastrophe in der Watz- mann-Ostwand wieder kletterte, war es eine wertvolle Befreiung“.
Filme: Eine berührende Dokumentation über das Leben von Helma Schimke zeigte Lutz Maurer in seiner Sendung „Land der Berge“:
http://salzburg.orf.at/news/stories/2758037/
https://www.youtube.com/watch?v=ZZzps4t8YRY
„Über allem der Berg“ von Annette Mäser und Uli Gschwandtner:
https://www.youtube.com/watch?v=-ecr2UVakA8

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Raimund Schinko, Friedrich Simony, Gerhard Schirmer

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Horst Schmoltner,ÖAK-Präsident 1980-2001,

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Marcus Schmuck, 

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Hermann Schneck, ÖAK-Präsident 1938-1939;

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Joachim Schneider, Peperl Schrom,

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200701130321_pit_schubertPit Schubert                                                                                      Aus dem Tourenbuch: „Der Riss wird immer enger, beängstigend. Da verklemmt sich mein Steinschlag- helm. Ich hatte den Kopf nach rechts gedreht, um nach Griffen und Tritten zu suchen, denn hier ist es dunkel. Dann hatte ich etwa zwanzig Zentimeter an Höhe ge- wonnen, doch nun kann ich den Kopf nicht mehr nach links drehen.“ Eine Schlüsselstelle in der direkten Süd- westwand der Marmolada. Es ist die zweite Begehung dieser schweren Direttissima im Stil der damaligen Epoche. Und wer da am 6./7. August 1963 schon mit Helm kletterte, dazu diese im Grunde heikle Situation mit typisch trockenem Humor in seinem Tourenbuch festhielt? Das kann nur einer sein: einer der stärksten Alpinisten jener Zeit und Mr. Alpine Sicherheit persönlich – Pit Schubert!
Aus seinem großen Erfahrungsschatz am Berg und vor dem Hintergrund seines beruf-lichen Wissens als Ingenieur wurde aus dem damaligen Spitzenalpinisten der bedeu-tendste Sicherheitsexperte für den Bergsport schlechthin. Pit (gut 30 Jahre Leiter des DAV-Sicherheitskreises) war die treibende Kraft für die internationale Normung von Bergsteigerausrüstung, hat viele bahnbrechende Untersuchungen angestellt und den Kletterern für Gefahrensituationen die Augen geöffnet. In aller Härte und Deutlichkeit dokumentierte er seine Ergebnisse in Publikationen und Vorträgen, schreckte nicht davor zurück, mit grausigen Bildern von Unfällen aufzuklären, wachzurütteln. Dabei ging es ihm nie um das Reißerische in der Tragik von alpinen Unglücken, vielmehr immer um deren Vermeidung. Überdies tüftelte, prüfte und testete Pit die Ausrüstung, führte wichtige Standards ein. Und ja, wer heute kalkuliert oder unkalkuliert beim Klettern stürzt und feststellt, dass Seil, Karabiner und Schlinge den großen Kräften standhielten, sollte immer auch ein „Danke, Pit Schubert“ im Hinterkopf haben!   Zurück zur Marmolada-Südwestwand. „Um aus dieser misslichen Lage wieder herauszu-kommen, ohne die gewonnene Höhe zu verlieren, drücke ich den Helm noch etwas nach oben, öffne dann den Halteriemen und schlüpfe aus dem Helm heraus. Nun ein Schlag mit dem Hammer von oben auf den Helm und er ist wieder befreit“, notierte Pit damals.

Schubert Gleich einen der ersten Helme, die im Herbst 1960 auf den Markt kamen, hatte er sich besorgt und schon bald seine lebens-rettende Funktion am eigenen Leib erfah- ren. Dass sich der Kopfschutz nun störend im Riss verklemmte, verleitete ihn später nicht dazu, jemals wieder irgendwo ohne Helm einzusteigen! Sicher auch ein Grund, warum er noch lebt, im Dezember 2015 seinen 80. Geburtstag feierte und nach wie vor Freude und Erfüllung im Gebirge sucht!                             https://de.wikipedia.org/wiki/Pit_Schubert
Thomas Rambauske in „Land der Berge“ 8/2015

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Ernst Schuster, Martin Seyer,

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Mag. Walter Siebert, ÖAK-Wegereferent,

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Georg Simeoni, Friedrich Simony, Sepp Sint & Veronika Sint-Menzel,

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James Skone1James G. Skone, geb. 1948 in Londonein Wiener Englän-der, Pionier der Free-Climbing-Bewegung in Österreich, Erschließer der ersten Kletterrouten im 7. und 8. Schwierig-keitsgrad in Ostösterr., der in den frühen 1970er Jahren auf die irrwitzige Idee kam, von Wien aus das Eisklettern zu revolutionieren, der den Super Magic-Kletterschuh von Sale-wa designte und die Grabner-Schlauchboote „Explorer“ und „Ranger“ sowie 1979-80 die weltweit ersten, industriell her-gestellten Klettertrainingswände entwickelte. Mit dem Klettern hatte er schon als Kind 1958 im AV-Edelweiß in Wien und am Peilstein begonnen.  „Nachdem ich viele Kinderjahre bei meiner Oma in Wien ver-bracht hatte, erforderte meine schulische Misfithaltung eine radikale Ortsveränderung: Heim zu meinen Eltern nach London – 1964, 1965 der kulturelle Aufbruchsort. Ich bekam in der Schule die Bestätigung, dass Eigenverantwortlichkeit und Initiative („it was a good try“) etwas Erstrebenswertes sind. Kreativität hatte im brit. Bildungskonzept einen Wert. In österr. Schulen wurde ja damals Individualität nicht gerade gefördert.“
Studium: Interior Design an der South Bank Polytechnic London; die Sehnsucht nach den Bergen, nach dem Klettern brachte ihn nach Nord Wales an die mythenumrankte Wand des Clogwyn du´r Arddu. Die britischen Spitzenkletterer kletterten schon damals (1967) mehr als den siebenten Grad.
1971 – 78, ein super Jobangebot (Aufbau einer Designabteilung am Technikum für Forschung und Entwicklung der Semperit AG) “ … verschlug mich wieder nach Wien. Zuerst kletterte ich alle großen Gesäusetouren, Dachstein, dann die Trollwand in Norwegen, richtig Big-Wall-Klettern, mehrere Tage mühsame „Hackn“. Alles sehr heroisch und stressig. Im Yosemite fand ich 1974 dann mein persönliches Kletterparadies (Tuolumne Meadows, die Domlandschaft des Hochlandes).
Die ersten Impulse punkto „Clean Climbing“ und „Freeclimbing“ setzten wir am Peilstein. Unser Vorbild war, so skurril es heute klingen mag, der Elbsandstein mit den Sicherungs-Kommissionen. In Wien gab es ein paar Jahre ein „Peilsteinkomitee“, bestehend aus den damals dort aktiven Kletterern, das bestimmte, wo welche Haken ersetzt werden sollten und wo entfernt, da durch Klemmkeile ersetzbar. Späterer Pragmatismus gekoppelt mit Erschließungswut machten die früheren Utopien inzwischen nichtig. Der Peilstein ist nun „a lei a Felsen“, wie Michael Wolf in einem Fernsehinterview einmal sagte. Vielleicht ist es wieder Zeit, sich der Mission John Muirs zu entsinnen, nämlich in die Natur zu gehen und keine Spuren zu hinterlassen.“
Auszeichnungen: zwei Mal Österr. Staatspreis für Design (u.a. für den Kletterschuh, der 2015 in die Sammlung des Museums für angewandte Kunst Wien aufgenommen wurde und vermutl. eines der ersten Bergsportgeräte ist, die es in ein Kunstmuseum geschafft haben), mehrere internat. Preise inkl. Nominierung für den europ.  Designpreis, Red Dot Award Hannover.
„Unser eisbezogenes Dilettieren ab 1977 hatte vieles vom Wiener Charme der Unaufgeregtheit und des Witzes eines Karl Lukans und der alpinen Ostösterr. Nachkriegsgeneration. Manche Begehungen mit meiner Frau Krista, Erich Lackner, Felix Kromer, Walter Siebert, Hans Wohlschlager und Harald Kuglitsch waren fast kabarettreif, u.a. die Erstbegehung von „Atlantis“ in den Tormäuern, als eine sechsköpfige Mannschaft zuerst mit dem spitzen Eisgerät das Schlauchboot fast versenkte, mit dem die Erlauf im Wildwasserstil übersetzt wurde, und dann eine Seilschaft mit Autoabschleppseil (Scheiße, falsches Seil mitgenommen!) und Hirschgeweih-ähnlichen Steigeisen (ah, die sind ja zu groß!) das Eisschild hochstolperte.
Schon ganz am Anfang des Eiskletterns erkannte ich, dass man sich bei einem geraden Pickelschaft die Finger am Eis anschlägt. Ich entwarf daher einen gekrümmten Schaft. Als ich mit dem Konzept 1979 zum Leiter der Firma Stubai vorgedrungen war, muss er mich für einen Irren gehalten haben. Im Klettern herrschte damals in Österr. Alpentälern noch Mittelalter. Dem gestanden Tiroler Älpler erzählt ein schmales Bürschchen, noch dazu ein Engländer, der in Wien lebt (also der kann ja nichts vom Bergsteigen verstehen), dass es Leute gibt, die auf gefrorene Wasserfälle hinaufklettern und dazu einen Eispickel brauchen, dessen Schaft gekrümmt ist …
1980 bestiegen wir den für uns ersten wirklich großen Wasserfall, den 350 m hohen Glaspalast in Klammstein im Gasteinertal. Erich Lackner und Felix Kromer waren meine Partner dabei und der ORF filmte das Ereignis inklusive einem Biwak unterhalb des oberen Aufschwunges. In den frühen 80ern verfasste ich „Sicher Eisklettern“, das erste deutschsprachige Büchlein über das Klettern auf Steileis, das sich in seiner Form abhob vom didaktischen Zeigefinger der bisher erstellten deutschsprachigen alpinen Lehrschriften. Es wurde sogar ins Italienische übersetzt. Aber so richtig angekommen ist das Eisklettern erst über zehn Jahre später.“
1987 – 2001: Industrial Design
„Mich fasziniert es, Ideen auszuprobieren und noch viel mehr, junge Leute dazu zu ermutigen. Das gab mir die Chance, nach Lehrtätigkeiten an verschiedenen Hochschulen, an der Univ. für angewandte Kunst (Die „Angewandte“) in Wien den Lehrstuhl für „Design, Architektur und Environment“ zu übernehmen und junge Kunstpädagoginnen und -pädagogen für ihr Fach zu begeistern.“
Ab 1992: Langstreckenläufer (100 km, 24 Stunden, Triathlon)
„Gezeichnet habe ich als Designer schon immer, hauptsächlich Entwürfe für Produkte. Berge und Landschaften fotografierte ich früher nur. Seit vielen Jahren führe ich oft ein Skizzenbuch mit mir, wo ich gezeichnete „Schnappschüsse“ sammle. Meist rasch dahin gekritzelte Momentdarstellungen einer Landschaft, einer Wand oder von Felsstrukturen. Wirklich begonnen hat es als Alternative zur Digitalfotografie und vor allem der Handyfotos mit ihrer beliebigen Bilderflut. Beim Zeichnen muss man sich, auch nur bei einer schnellen Skizze, mit dem Beobachteten genau auseinandersetzen. Doch entstehen auch Bilder vom Klettern in meinem Kopf. Als Designer liegt mir das Entwerfen nahe. So lasse ich Felslandschaften entstehen, imaginäre Klettergärten. Ich führe auch ein Traumtagebuch, wo ich, wenn es mir gelingt, mich an einen nächtlichen Traum zu erinnern, diesen schnell in der Früh hineinkritzle. Viele Träume sind natürlich auch vom Klettern. Wer weiß, vielleicht erschließt man sich damit eine neue, persönliche Form die Berge wahrzunehmen.“
Mehr darüber auf: www.no-to-po.com und in James Autobiografie „Das englische Gefühl“

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Paul Sodamin, Klaus Springfeld, Wolfgang Stefan, Roland Stierle, Hannes & Irene Strohmeyer, Bernhard Stummer, Roman, Anna & Christa Szalay …

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