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Wolfgang Nairz, Stefan Nestler, Thomas Neuhold, Hannes, Gerhard & Hannelore Neuwirth, Franz Nieberl, Eleonore Noll-Hasenclever, Herbert Nowy …

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Nairz_smallProf. Wolfgang Nairz, geb. am 27. 11. 1944 in Kitzbühel, staatl. gepr. Berg- und Skiführer, 10 Jahre in der Gletschervermessung tätig und Ausbilder in der Berg-führerausbildung. Er leitete viele Himalaya Expeditio-nen und war einer der drei ersten Österreicher auf dem Mount Everest. Insgesamt reiste Nairz mehr als 75 Mal nach Nepal (seine zweite Heimat) und Tibet. Als begeisterter Ballonfahrer (auch im Himalaya!), gewann er 1995 den Intern. Tirol Ballon Cup. 1999 organisierte er die Heißluftballon-Weltmeisterschaft in Bad Walters-dorf.
1972 leitete Nairz seine erste Himalaya-Expedition zur Südwand des Manaslu (8163 m), die damals von Reinhold Messner erstmals durchstiegen wurde. 1974 und 1976 stellten seine Expeditionen am Noshak (7485 m) Höhenrekorde im Drachenflug auf. 1978 war er Leiter der ersten Österreichischen Expedition zum Mt. Everest (8848 m). Mit Robert Schauer und Horst Bergmann gelang ihm die erste österreichische Besteigung des höchsten Berges der Welt. Bei dieser Expedition wurde der Mt. Everest erstmals ohne zusätzlichen Sauerstoff von Habeler und Messner bestiegen. 1979 und 1985 leitete Nairz Expeditionen auf die Ama Dablam (6856 m). Bei seinen Winterexpeditionen zum Cho Oyu (8188 m) 1982 und zum Dhaulagiri (8167 m) wurde der Gipfel nicht erreicht. Wolfgang ist auch Obmann des Vereins NepalHilfe Tirol. Mit Hilfe von Freunden unterstützt er diverse Projekte.                              www.nairz.at

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Stefan Nestler, Thomas Neuhold,

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Hannes, Gerhard & Hannelore Neuwirth,

Hannes Neuwirth, geboren am 22. 7. 1938 in Mainburg (Bayern), aufgew. und wohnh. in Pressbaum, NÖ; gelernter Tischler, seit als Bergführer für den DAV-Summit Club tätig.
Mit dem Bergsteigen begann Hannes bereits im Schulalter. Von Wanderungen durch den Wienerwald und Übungsklettereien im Klettergarten führte sein Weg über die Wiener Hausberge zu den großen Routen und den Bergen der Welt. In seinem Tourenbuch steht u.a.: 1957 Pala: Cima della Madonna, Schleierkante (V); Sext. Dolomiten: Gr. Zinne Nordwand „Comici“ (V+/A1). 1959, Civetta: Torre-di-Valgrande-Nordwestwand „Carlesso“ (VI-/A1); Civetta-Nordwestwand „Solleder-Lettenbauer“ (VI-/A1); Su-Alto-Nordwestwand „Livanos-Verschneidung (VI-/A2); Torre-Venezia-Südwestkante (V+); Torre-Trieste-Westkante (V+/A1); Cima-della-Busazza-Westkante (V+/A1); Pala: Monte-Agner-Nordkante (V+); Sext. Dolomiten: Westl.-Zinne-Nordwand „Cassin“ (VI-/A1); Wetterstein: Schüsselkarspitze-Südwand, Pfeilerrisse (VI), Aschenbrenner-Rainer Führe (VI); Schüsselkarspitze-Ostwand (VI); Oberreintaldom, Nordverschneidung (VI+). 1961: Bernina, Piz-Badile-Nordkante (IV), -Nordostwand (VI-); Pizzi Gemelli, »Bügeleisenkante« (V); Punta-Pioda-di-Sciora Nordwestkante (V); Montblancgr.: Aiguille-du-Dru-Westwand (VI); Montblanc de Courmayeur, Peutereygrat (VI-/A1); Grand-Capucin-Ostwand (V/A1); Montblanc du Tacul, Teufelsgrat (IV+). 1960 durchquerte er mit dem Fahrrad Europa und 1967 Südamerika, wobei er unter anderem den Aconcagua (6959 m) und den Mercedario (6770 m) erstieg. 1968: Civetta: Civetta Nordwestwand, Philipp-Flamm-Führe (VI/A1); Punta-Civetta-Nordwestwand, Andrich-Faè-Führe (VI/A1); Su-Alto-Nordwestwand, Ratti-Route (VI); Torre-Venezia-Südwand (V+/A0); Pala: Sass-Maor-Ostwand (VI); Marmolada: Punta-Penia-Westpfeiler (VI+); Tofanapfeiler (VI+); Montblancgr.: Aiguille du Dru, Bonatti-Pfeiler (VI/A2); Nordwand (VI-); Aiguille-Noire-de-Peuterey-Westwand (VI/A2); Écrins: Meije-Südwand (V+); Barre des Écrines, Südpfeiler (V+).
Hannes Neuwirth erstieg etwa 1700 Gipfel, 130 davon über 4000 Meter. Er meint dazu: »Das ist nicht so wichtig. Hauptsache, man ist an der frischen Luft. Am liebsten gehe ich Vierertouren, die gehen immer und machen Spaß.«

Quelle: Erich Vanis „Der Bergsteiger“ 1984, Heft 8, Seite 85-86

Wenn ich nach einer längeren Reise heim komme, bemerke ich meist, dass sich kaum etwas geändert hat, in den paar Wochen, oder Monaten. Überall gibt es Kriege, zu denen die Soldaten gezwungen wurden. Meist hatten sie nur die Wahl, entweder zu desertieren und gleich erschossen zu werden, oder vielleicht den Krieg zu überleben. Auch durften sie nie ihre diktierten „Feinde“ vorher treffen, um selbst zu entscheiden, ob man sich gegenseitig umbringen will. Österreich gilt dagegen noch immer als die Insel der Seligen, nur viele bemerken es kaum, denn sie schauen nur auf ihre Handys. Ich bin sehr glücklich, hier leben zu dürfen und allen sehr dankbar, die uns das Leben erleichtern, den Ärzten, die einen zusammenflicken, den Krankenschwestern, den vielen Märkten, dem öffentlichen Verkehr, Briefträgern etc. Als Pensionist ist es sogar möglich „hinter dem Mond“ zu leben, ohne Auto, Internet, Eifon, Fernseher, also sehr beschaulich, mit viel Zeit für alles. Das erspart viele Probleme, unter denen manche leiden, wie kein Parkplatz, Staus, hohe Kosten, Hassmeldungen etc.
2019 flog ich wieder nach Addis Abeba und besuchte dort meine armen Freunde, die in niederen Lehmhütten mit Wellblechdach leben, und „meine“ Familien, die ich nun schon 12 Jahre kenne. „Meine“ vier Mädels studieren bereits mit meiner (eurer) Hilfe, in verschiedenen Uni-Städten, was recht aufwändig ist. Eine knappe Woche verbrachte ich in Turmi und Umgebung bei „meinen“ Hamer Familien. Alo war im Vorjahr schwanger, es hätte ein Hans werden sollen, wurde aber ein Mädchen. Deshalb war ich sehr erstaunt, als ich ihre Schwester in der niederen Rundhütte besuchte und sie Hans rief, den seine vierjährige Schwester herbeischleppte. Die Mutter begann gleich Dornen aus den kleinen Fußerln zu ziehen. Dann wollten alle mit mir ins Dorf wandern, um Sandalen à 2 Euro zu kaufen. Nach vier Familien war aber Schluss, denn bald wollte das halbe Dorf welche und beide Geschäfte waren fast ausverkauft. Wenn ich danach zu den Dörfern ging, liefen mir die kleinen Kinder freudig mit ihren neuen, bunten Sandalen entgegen.
Meine Ziehtochter, Emabet 25, eine Oromo Frau aus dem Raum Awasa, studiert in Addis Ababa Medizin und wird in zwei Jahren fertig sein. Bis dahin möchte ich sie, Hanna 1, Cacha 12 und Fanta 14 Jahre, unterstützen. Eigentlich bin leider ich der Verursacher von Emabets „Unfall“, denn ich finanzierte ihren Führerschein und sie bekam gleich eine Anstellung als Chauffeurin in einer Chemischen Fabrik mit 115 Arbeitern. Ihr Chef wollte sie heiraten, doch sie lehnte dies ab, was sein Ego so belastete, dass er sie, mit zwei Helfern, vergewaltigte und mit einer Eisenstange zusammenschlug, um sie dann auf einer Mülldeponie zu entsorgen. Sie überlebte knapp, erduldete zwei Jahre viele Schmerzen und Operationen. Nach vier Monaten kam man drauf, dass sie schwanger ist und so kam ich zu meiner Ziehtochter Hanna 1, die nach mir benannt ist, weil es kein Hans wurde. Die kleine Hanna hat mich, nach anfänglicher Skepsis, wegen meiner hellen Haut und den vielen Haaren darauf, als ihren Papa akzeptiert. Der echte beging mit seinem Auto Selbstmord, um nicht den Rest seines Lebens im Gefängnis zu verbringen. Seine beiden Helfer – Portiere der Firma, bekamen je 16 Jahre.
Den letzten Tag verbrachten mein Bruder Gerhard und ich mit Emabets Familie, die von weit her kam, um Hannas 1. Geburtstag und meinen Abschied zu feiern. Glücklicherweise geht es ihrer Mutter wieder gut, die vor einigen Jahren gestorben wäre, wenn ich nicht ihre Kopfoperation mitfinanziert hätte. Erst Geld, dann OP, so schaut‘s dort aus. Ihre 15 Geschwister konnten nur einen Teil bezahlen, mussten als Bauern Ziegen verkaufen, so wie für Emabets Medizin Studium. Auch zwei Familien in Arba Minch bekamen Unterstützung für die Ausbildung von 16 Kindern. Vor Jahren konnte ich deren Delogierung verhindern, die letzte Grundstücksrate übernehmen.
Dank Eurer Hilfe kann ich nun etwa die Hälfte der aufgezählten Zuwendungen finanzieren. Alemneshs Tochter Yamrot 21, studiert Medizin in Addis Ababa und hat meinen Freund Ulrich T. aus Hamburg als Sponsor. So ist meine Sorge um die Mädels geringer geworden. Es ist schön, wenn man Gutes tun kann, das fördert sehr die Lebensfreude und man kommt sich als alter Mensch nicht unnütz vor. Außerdem hat das letzte Hemd keine Taschen. Hoffe weiterhin, diese lieben und dankbaren Leute unterstützen zu können, auch mit Eurer Hilfe. Werde berichten, sobald ich wieder hinreisen darf. Euch allen wünsche ich viel Zeit in der Natur, die überall schön ist und wo man in der Gegenwart leben kann. Bleibt möglichst gesund! Spendenkonto: Hannes Neuwirth, IBAN AT63 4300 0305 1400 8009, BIC VBWIATWI.

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Franz Nieberl, Eleonore Noll-Hasenclever, Herbert Nowy …