B

Walter Bastl, Johannes Bauer, Paul Bauer, Peter Baumgartner, Thomas Behm, Ingrid Beikircher, Kurt, Thomas & Birgit Bender, Christpoph Benke, Margit Bernhard, Michael Berthold, Hans Biendl, Billi Bierling, Michael Bilic, Eduard Birnbacher, Karl Blodig, Edith Bolda, Klaus Bonazza, Thomas Brandtner, Harald Braun, Jochen Brechling, Stefan Brunner, Ernst Brunthaller, Thomas Bubendorfer, Manfred Buchroithner, Hermann Buhl …

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83cb355b8756f46ged72c6e36e453437-e1616872779713-136x150Walter Bastl, * 9. 10. 1939 in Kindberg, im Mürztal; kam 1961 als Volksschullehrer nach Ramsau am Dachstein. In weiterer Folge unterrichtete er an der VS-Haus, an den HSn in Schladming und Haus, an der Ski-HS-Schladming (Sport, Bildn. Erzhg., Deutsch) und war bis zu seiner Pensionierung Leiter der größten Schule im oberen Ennstal, an der VS-Schladming. Einführung der unverbindlichen Übung „Wandern“ an Hauptschulen. Als Jugendführer mit rund 4500 Kindern und Jugendlichen unterwegs, leitete die alpine Grundausbildungen am Guttenberghaus (einige wurden ausgezeichnete Alpinisten, Berg- und Schiführer. Tochter Mag. pharm. Andrea Tupi war die 1. steir. Bergführerin und die dritte Österreichs.
1961 Trägertätigkeit auf dem Hannoverhaus (bei Fam. Hohenberger, Mallnitz), 1967 Erstbefahrung der Luserrinne, div. Schitouren (Dachsteingebiet, Schladminger Tauern, Hochkönig, Totes Gebirge, Venediger Gruppe, Ötztaler und Stubaier Alpen); Klettertouren bis IV (Dachstein und Ankogelgebiet) u.v.m.
1964 gründete er die AV-Jugend Haus  der AV-Sektion Schladming und 1971 die AV-Sektion Haus, die er 42 Jahre, bis 2013 leitete. Leitete ab 1980 die Redaktion von „Der Berg“; Berichte in div.  nicht alpinen Medien. Ausstellungen eigener Grafiken, mit Fotografien und Dokumenten, themenbez. Ausstellung ( z. B. Die Zirbe ), „Das Dachsteingebirge in historischen Aufnahmen“ von Dr. Karl Kaser mit dem Enkel Hermann Kaser (Timelkam) im Museum ZEITROAS, Ramsau. 1973 Leitung der intern. Raiffeisen-Abenteuerschule mit Prof. Heinrich Harrer in der Ramsau, später mit Anderl Heckmair, Toni Sailer bis 1994. 1993 Errichtung einer Kletterwand im Turnsaal der Schule in Haus.
Auszeichnungen: Sportehrenzeichen in Gold der Steiermark, 2012 ernannte ihn die Gemeinde Haus zum Ehrenbürger.

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HannesMag. Johannes Bauer, Wien, geboren 24. 9. 1945 in Wr. Neustadt, ÖAK-Präsident 2001-20019, unterrichtete Mathematik, Darstellende Geometrie, Grundlagen der EDV und Qualitätssicherung in der HTL Spengergasse/Tages- und Abendschule; Reiseleitung bei Kulturreisen in alle Welt; begeisterter Allroundalpinist mit Vorliebe fürs Klettern und Schitouren. Seit Jahrzehnten verbringt Hannes jede freie Minuten in den Bergen. Auf wie vielen Gipfeln er schon gestanden und wie viele Routen er geklettert ist, kann er nicht mehr zählen.
„Das ist für mich seit jeher der ideale Ausgleich zur Stressbewältigung! Darum gefällt mir auch das Projekt „Grenzgänge rund um Österreich“ ganz besonders, weil es nichts Schöneres gibt, als monatelang ohne störende Unterbrechung in der Natur und der Bergwelt unterwegs zu sein!“

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paul bauerPaul Bauer, *29. 12. 1896 in Kusel (Pfalz), später Würzburg, Königsberg, München, 9. 1. 1990 in Neuleiburg (München), Notar; Paul Friedrich Peter Bauer war ein Spitzenfunktionär und eine zentrale Figur des nationalsozialistischen Sportwesens sowie Major der Gebirgsjäger, ab 1934 Leiter des „Fachamtes für Bergsteigen und Wandern im Deutschen Reichs-bund für Leibesübungen“ und für die Gleichschaltung des organisierten Bergsports und dessen Unterver-bände verantwortlich. Er war Mitglied des Freikorps Oberland, hoher Funktionär in der NSDAP, überzeugter Nationalist. 1922 wurde er Mitglied des Akademischen Alpenverein München (AAVM, Rechtsreferendar). 1933 trat er in die NSDAP ein und wurde von Adolf Hitler zum Führer der deutschen Bergsteiger ernannt. 1936 war er Initiator zur Gründung der Deutschen Himalaya-Stiftung (DHS) und Leiter der Stiftung.
Nach der Heimkehr aus dem ersten Weltkrieg radelte er 1922 mit Freunden als erste deutsche Bergsteiger in die Westalpen. Bauer gelangen einige Erstbegehungen im Wilden Kaiser, im Wettersteingebirge und in den Zillertaler Alpen. Sein Name ist mit dem deutschen Expeditionswesen zw. 1928 und 1938 verbunden (
Kaukasuserkundung, fünf Himalaya-Expeditionen) und in div. Expeditionsbüchern erwähnt.
Paul Bauer war der erste Deutsche, der eine Expedition zu einem 8000er, zum Kangchendzönga, 8586 m, (Himalaya, Nepal/Indien) organisierte und leitete. Er verstand das Expeditionsbergsteigen als Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln. Seine
Expeditionsunterlagen lesen sich wie militärische Strategiepapiere. Die in seinen Unternehmungen zur Schau getragenen Nationalismus und Militarismus bildete den Nährboden, auf dem nationalistische Propaganda gut gedeihen konnte. Bauer war Mitglied Nr. 19 des ÖAK, der AV-Sektionen Hochland und Bayerland. Er war Bergpartner von Peter Aufschnaiter, Willo Welzembach, Walter Schmidkunz, Raimund Eberl, Ludwig Sager, Hans Zallinger. Wie es dazu kam, dass er 1987 (!) zum Ehrenmitglied des Österr. Alpenklubs ernannt wurde, ist für die heutigen Alpenklub-Mitglieder nicht mehr nachvollziehbar.
1923 1. Beg. Totenkirchl-Nordwand „Bauerweg“, IV, 150 HM, 2193 m; 1923 1. Beg. Totenkirchl-Nordwestwand „Straubelrampe“,  IV, 250 KM, 2193 m, (Wilder Kaiser);
1924 1. Winterbeg. Piz Bernina über Biancograt, 3998 m, (Berninagruppe)
1924 3. Beg. Predigtstuhl-Nordgipfel-Westwand, „Fiechtl-Weinberger-Weg“, VI, 200 HM, 2116 m (Wilder Kaiser);
1925 1. Beg. Schönangerspitze-Dir. Nordwand, „Welzenbach-Bauer-Führe“, VI-/A0, 2273 m, (Wettersteingebirge);
1926 1. Beg. Zsigmondyspitze (Feldkopf), „Schmidkunz-Bauer-Führe“, 3087 m; 1. Best. Kasseler Spitze-Nordnordwestgrat, 2952 m,
mit Raimund Eberl, Ludwig Sager, Walter Schmiskunz und Hans Zallinger; 1926 1. Best. Kl. Floitenturm- Ostgrat, ca. 2600 m; mit Ludwig Sager, Walter Schmidkunz und Hans Zallinger; 1. Beg. Roßwandspitze-Nordgrat, 3158 m, von der Grundscharte-Breiter Turm, ca. 3000 m; Maderegglspitze, 3054 m; 1. Best. Birbergspitze-Ostgrat, 2846 m; 1. Übergang Mugler, 2958 m, zum Grundschartner, 3061 m (Zillertaler Alpen);
1928 1.Beg. Dych Tau-Südkante bis 80 m unter Gipfel, 5198 m (Kaukasus);
1929 Expeditionsleiter 1. Deutsche Himalaya-Expedition zum Kangchendzönga- Nordostsporn
, 8598 m, bis 7400 m, (Himalaya, Sikkim, Indien);
1931 Expeditionsleiter 2. Deutsche Himalaya-Expedition zum Kangchendzönga zum Nordostsporn,  bis ca. 7700 m; Hermann Schaller und ein Sherpa stürzten tödlich ab. 1936 Deutsche Sikkim-Himalaya-Expedition, 1. Best. Vers. Siniolchu, 6891 m, bis 6400 m, (Zemugebiet, Indien);
1937 Expeditionsleiter der Nanga-Parbat-Bergungsexpedition, (Himalaya, Pakistan)
1938 Nanga Parbat Expedition
Kleine Halt-Nordwand, 2116 m (Wilder Kaiser)
1. Beg.Piz Bacone (Bacun)-Südgrat, 3244 m (Bergell)
Ortler-Martlgrat, 3902 m (Ortler Alpen)
Montblanc-Peutereygrat, V, 4810 m (Montblancgebiet)
Quellen: Gerd Schauer, Isny im Allgäu; Archiv Proksch (Österr. Alpenklub)
Ehrungen: Notar Paul Bauer, dem stellvertr. Vereinsführer, wurde für hervorragende Verdienste um die deutsche Kultur das Ehrenzeichen der Deutschen Akademie verliehen. Quelle: DAV-Mitteilungen 1938/39, Deutscher Bergsteigerbund im NS. Reichsbund für Leibesübungen, Folge 2 November, Seite 44:
Glückwünsche zu
Paul Bauers 70. Geburtstag 1966: „… Er war auf dem Gebiet des Auslandsbergsteigens Pionier und Organisator und ist heute noch in der Himalaya-Stiftung im DAV ein erfahrener und sachlicher Berater und Begutachter …“ Der Vorsitzende des Verwaltungsausschusses, Dr. Hans Faber, übermittelte  die Glückwün-sche des DAV und schrieb: „Dies geschieht mit um so größerer Freude, weil wir uns in den letzten zehn Jahren im Ausschuß für Auslandsbergfahrten zu einer ebenso sachlichen wie angenehmen Zusammenarbeit gefunden haben, in der Ihre langjährige Expeditionserfahrung den heranwachsenden jungen Generationen Ratschläge und Impulse gab. Wir möchten hoffen, daß uns dieses gemeinsame Tun im Dienste wichtiger Aufgaben der deutschen Bergsteiger noch lange beschieden ist!“ Quelle: Mitteilungen des DAV 1967, Heft 1, Seite 27; www.alpinwiki.at

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Peter Baumgartner,

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behmThomas Behm, niederösterreichischer Alpinist, Sportkletterer, Erstbegeher von unzähligen Genuss-kletterrouten von den Wiener Hausbergen bis zum Hochschwab (teils mit umstrittenen Namen, die an die NS-Ideologie erinnern) und Autor von zahlreichen Kletterführern: Hochschwab, Flatzer Wand, Keltenkalk, Höllental, Rax, Schneeberg, Hohe Wand, Fischauer Vorberge, …

________________________________________________________________________ Ingrid Beikircher, geb. und wohnh. in Sand in Taufers, Südtirol; 1975 – 1989 Führung des elterlichen Betriebes für Maschinenbau, Herstellung von Wasserkraftturbinen; seit 1989 Führung der elterlichen Frühstückspension; 1990-2011 Werbetexterin für Firmen und Tourismusbranche im In- und Ausland, Mitarbeit an Drehbüchern bei  Rai Südtirol;
Bücher: für Hans Kammerlander „Unten und oben“ (Piper Verlag); für Hans Kammerlander „WindGeflüster“ (Athesia Verlag); „Erlebnisführer Pustertal“ (Wander- und Kulturführer; Athesia Verlag); Ghostwriting von Memoiren (div. Verlage);
Broschüren: „Die Alpingeschichte des Ahrntales“, EU-Projekt; „Dr. Daimer und die Alpingeschichte des Tauferer Ahrntales“; „Wandern ohne Auto“ für den AVS; ..
Freie Redakteurin: Tageszeitung „Dolomiten“/Pustertal, seit 2013; Bezirkszeitung „Puschtra“/Pustertal, seit 2011;
Chefredaktion: Gemeindezeitungen „Tauferer Bötl“, seit 2011 und „Teldra“, seit 2015;
Ehrenamtlich: Vize-Präsidentin des Alpenvereins Südtirol AVS seit 2008, vorher 13 Jahre Vize-Präs. der AVS-Sektion Sand in Taufers; Verantwortliche für Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation im AVS; seit 2012 Chefredaktion + presserechtliche Verantwortung  beim AVS-Magazin Bergeerleben des Südtiroler Alpenvereins: 5 Ausgaben pro Jahr / Auflage: 44.000 pro Ausgabe; seit 2013 Redaktionsmitglied beim AVS-ÖAV-DAV-Jahrbuch Berg; Ausschussmitglied im Bildungsausschuss Sand in Taufers seit 2015
„Zum Bergsteigen kam ich durch meine Familie. Mein Vater war Gründungsmitglied der AVS Sektion Sand in Taufers sowie der Bergrettung 1948; zeitweilig war er 1. Sektionsvorstand der AVS Sektion Sand in Taufers. Mein Bruder ist internat. Berg- und Skiführer und Buchautor div. Alpinführer und Bergbücher. Meine Mutter war leidenschaftliche Bergsteigerin. Zu meinen alpinen Highlights zählen Großglockner und Ortler sowie sämtliche Klettersteige in Südtirol und dem Gardaseegebiet; zahlr. alpine Kletterrouten bis V+, haupts. in den Dolomiten sowie Pala und Civetta; ebenso Sportkletterrouten im Gardaseegebiet.“

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Kurt, Thomas & Birgit Bender, Christpoph Benke,

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Margit BernhardDr. Margit Bernhard, geb. in Saalbach, Volksschullehrerin; Medizinstudium, Ärztin: FA f. HNO, Diplom f. Homöopathie und Akupunktur; künstlerische Ausbildung bei Prof. Wolfgang Wiesinger, Prof. Matthias Herbst, Prof. Hubert Scheibl und Prof. Peter Tomschiczek; seit 2007 zahlreiche Ausstellungen mit ihren Bildern und Texten; erfahrene und begeisterte Allroud-Bergsteigerin: „Das Bergsteigen hat in meinem Leben immer eine wichtige Rolle gespielt. Ich habe unter anderem mehrere Sechstausender bestiegen. Diese Bergerfahrung mit allen Sinnen speist meine künstlerische Arbeit.“ Weitere Themen von Margits Bildern sind der Bilderzyklus Genesis, die Interpretation der Schöpfungsgeschichte und die MärchenENTzauberung: Im Vordergrund wird scherenschnittartig die Geschichte erzählt, wie sie die Gebrüder Grimm oder Willhelm Hauff aufgeschrieben haben. Die Märchen wurden über bereits bestehende Bilder gemalt, gleich den Geschichten, die auf psychologisch/mythologischem Grund gewachsen sind. Margit lebt und arbeitet in Gablitz/Niederösterreich, Saalbach/Salzburg; Literatur: Margit Bernhard „Brauchen wir heute noch Märchen?“ und 2 Kataloge mit Margits Werken. Mehr über Margit auf: http://www.margitbernhard.at/

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Michael Berthold,

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Hans Biendl, ÖAK-Präsident 1903-1919;

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23-92621219-23-92622511-1508432612MA Billi Bierling, *16. Juni 1967 in Garmisch, Journalistin/Übersetzerin/Datensammlerin für die Himalayan Database; lebt in Garmisch-Partenkirchen, Deutschland; „Eigentlich sollte man meinen, dass ich in meinem Heimatort die Berge lieben lernte, was jedoch nicht der Fall ist. Natürlich musste ich als junger Mensch mit meinen Eltern am Sonntag oft wandern, was mir damals überhaupt keinen Spaß machte, denn ich wollte lieber mit meinen Freunden irgendwo im Ort ‚abhängen’ und mein Spruch lautete: ,Weg mit den Bergen – freie Sicht aufs Mittelmeer‘. Als ich mit 26 Jahren nach England ging, lernte ich meinen damaligen Freund, den jetzigen Professor für Höhenmedizin, Professor Dr. Mike Grocott, kennen, der zu diesem Zeitpunkt gerade mit dem Klettern begann. Und so unternahm ich meine ersten Felsklettertouren im englischen Lake District, im Peak District, Nord Wales und Schottland. 1998 reisten wir zum ersten Mal nach Nepal, wo ich meine ersten beiden 6000er bestieg. Da mir gerade das Bergsteigen in der Höhe, im Eis und Schnee sehr viel Freude bereitete, fuhren Mike und ich jedes Jahr nach Nepal zum Bergsteigen.
2004 (Mike und ich hatten uns getrennt) nahm meine Tätigkeit bei der inzwischen verstorbenen Miss Elizabeth Hawley auf. Mit www.himalayandatabase.com werden alle Expedtionsgipfel in Nepal erfasst. Ich verbringe die Vor- und Nachmonsunzeit in Nepal  und interviewe gemeinsam mit einem Team die Bergsteiger, Sherpas, Expeditionsleiter oder individuelle Gruppen, um die Einzelheiten ihrer Expedition zu erfahren und sie in die Himalayan Database einzutragen. Diese Aufgabe und die Menschen, die zum Everest gingen, faszinierten mich sehr und so begab ich mich 2009 selbst dorthin. Das war der Beginn meiner Karriere auf hohen Bergen. Seither verbringe ich den größten Teil des Jahres in Nepal,  steige dort weiterhin auf hohe Berge oder unternehme Trekkings. Leider kommt da das Felsklettern ein wenig zu kurz, jedoch freue ich mich jedes Jahr, dass ich wieder eine Expedition machen darf. Für 2020 hatte ich den Gasherbrum II im Karakorum im Auge …“
  www.billibierling.com
Broad Peak, 8.047 m, Karakorum, Pakistan: Gipfel am 14.7. 2019, ohne zusätzl. Sauerst.
Kyajo Ri, 6.186 m, Himalaya, Nepal : Gipfel im Oktober 2017
Cho Oyu, 8.201 m, Himalaya, Tibet:  Gipfel am 1. 10, 2016, ohne zusätzl. Sauerstoff.
Broad Peak, 6/7. 2015: Camp 3, 7.200 m;
Shisha Pangma, 8/9.2014: Camp 2, 7.100 m;
Makalu,  8.485 m,  Himalaya, Nepal: Gipfel am 25. 5. 2014;
Nuptse, 7.850 m, Himalaya, Nepal: Vorgipfel am 16. 5. 2013, ohne zusätzl. Sauerstoff.
Manaslu, 8.156 m,  Himalaya, Nepal: Gipfel am 4. 10. 2011, ohne zusätzl. Sauerstoff.
Lhotse, 8.516 m, Himalaya, Nepal: Gipfel am 26. 5. 2011;
Lobuje East, 6.119 m, Himalaya, Nepal: Gipfel;
Manaslu, 8.156 m, Himalaya, Nepal:  Gipfel am 1. 10. 2010;
Mount Everest, 8.848 m, Himalaya, Nepal: Gipfel am 21. 5. 2009;
Lobuje East, 6.119 m: Gipfel;
Cho Oyo, Himalaya Nepal: September 2005 Camp 2, 7.100 m;
Lobuje East,  6.119 m
: Gipfel März-April 2002;
Himalaya, Nepal, März-April 2001: On this 30-day trek, which we set out to climb Baruntse, I trekked from Tumlingtar to Makalu Base Camp, crossed East Col and West Col, and then the Amphu Laptsa.
Parchamo, 6.187 m, Nepal: März-Mal 1998 (stopped just below summit seracs);
Island Peak, 6.173 m, Himalaya, Nepal: Gipfel, März-April 1999
Mera Peak, 6.498 m: Gipfel;
Huayana Potosi, 6.088 m, Andes, Bolivia: Gipfel Juli-August 1998, PD;
Iliniza Norte, 5.008 m, Andes, Ecuador: Gipfel September 1998, PD;
Leading Experience:
Lobuje East, 6.119 m, Himalaya, Nepal: Gipfel April 2018;
Kilimanjaro, 5.895 m, Tanzania: Gipfel Jan. 2011, 2012 & 2014;
Aconcagua, 6.962 m, Andes, Argentina: Gipfel Dezember 2008;
Lhakpa Ri, 7.045 m
, Himalya Tibet: Gipfel September 2007
Mera Peak, 6.498 m, Himalaya Nepal: Nov./Dez. 2007 zweimal auf dem Gipfel
Mera Peak,  6.498 m,
Himalaya Nepal: Gipfel April 2006;
Mera Peak, 6.498 m, Himalaya Nepal: Gipfel April 2005;
Other Climbing Experience:
Dolomites, Italy, August 1996: First Sella Tower, West Ridge IV+, Shared Lead;
The Thumb, North Ridge, Punta del Cinque Dita, Sassolungo Group IV-, Shared Lead;
Alps, Germany, August 1996: Alpspitze, 2629 m, I,  via North Face-Ferrata;
South Africa, November 1996: Africa Crag, Table Mountain, IV+, Shared Lead;
As far as the Nepal Himalaya is concerned I have spent many months in the Everest Region, crossing nearly all the passes (Mingbo La, Amphu Laptsa, Cho La, Kongma La, Tesi Lapcha, Renjo La) and trekking to rather remote areas (Nangpa La). Furthermore I have rock climbed in the English Lake District (Langdale, Boroughdale), Scotland and Wales, South of France, Spain (Mallorca), Jordan (Wadi Rum), Germany, Switzerland and Austria. My winters I spend mostly in the Bavarian, Austrian and Swiss Alps for ski mountaineering.“
Work Experience*
Sept – Dec 2018, Public Information Officer, UNOCHA, Kyiv, Ukraine: writing press releases, reports and speeches for UNOCHA; Writing and editing reports about the humanitarian situation in east Ukraine;
 April 2018  Facilitator for a Strategic Planning Workshop, Kabul, Afghanistan: Moderation of a 4-day workshop for the Swiss Development Agency;
April to July 2017 Communications Expert, Swiss Development Agency, Tajikistan: Writing & updating communications material for the Dushanbe Office;
Every winter since 2011 Communications Expert, Swiss Development Agency, Bern: Supporting HQ in all their communication work and organising events;
Since January 2014 Managing Director, Himalayan Database: Keeping the records of climbing expeditions in the Nepal Himalaya;
 April/May 2015 Deputy Team Leader, Swiss Rapid Response Team, Nepal: Setting up an aid infrastructure for Swiss Humanitarian Aid after the devastating earthquake hit Nepal in April 2015;
October 2012 – Dec 2012 Media Consultant, Swiss Development Agency, Pakistan: Developing promotional products for the SDC in Pakistan; Writing human interest stories and revamping the website;
October 2011 – March 2012 Desk Officer for Libya, Swiss Development Agency, Bern:
Writing and editing articles and speeches for the management; Drafting credit proposals and project cycle management sheets; 
August 2009 – March 2010 Press Officer, United Nations OCHA, Islamabad, Pakistan: January 2011 – April 2011 Writing speeches for UN Special Envoy and Humanitarian Coordinator;
Producing communication products (press kits, press releases, feature articles, brochures, key messages, talking points for press conferences); Organising press events and press visits to the field;
July 2010 – December 2010 Press and External Relations Officer, UNHCR, Islamabad, Pakistan;
Writing press releases, key messages and other public material; Writing and editing reports about the humanitarian situation in Pakistan; Visiting the field on a regular basis and writing human interest stories;
January 2008 – August 2008 Advocacy Officer, United Nations OCHA, Jerusalem:
Editing all of OCHA’s written material and updating website; Writing human interest stories for OCHA reports;
Since January 2005 Freelance Journalist, Kathmandu, Nepal;
July 2001 – December 2004
Broadcast and Internet Journalist for swissinfo, Bern:
Writing news and feature articles for the swissinfo website; Producing radio features and packages (digital editing); Writing and presenting international news bulletins;
February 2003 Associate Producer for CBS 60 Minutes:
Managing a film crew for a television documentary;
June 2000 – April 2001 Coordinating Editor for the Financial Times, London:
Coordinating news flow between the FT and the FT Germany;
July 1999 BBC World Service:
Work experience at the World Service Programme “Outlook”;
Dec 1999 – May 2001 Editor,  IKEA Magazine “room”, London:
Writing and editing features for a German lifestyle magazine;
Oct 1995 – July 1997 German Copywriter / Editor – Cabouchon Ltd., London:
Coordinating and producing a corporate German magazine;
Feb 1994 – July 1994 English Teacher – Volkshochschule, Munich;
Teaching English grammar, conversation, reading and writing.
Oct 1991 – July 1993
German Teacher – Sutton High School, Sutton (UK):
Teaching German to A-level and GCSE students.
Education
December 2016
IMPACT – Information Management Course, OCHA; 
Oct 1998 – Sept 1999 MA in International Journalism, City University, London;
Sept 1990 – July 1995 Fachakademie für Fremdsprachenberufe, Munich;
Degree as Tanslator and Interpreter (English/Spanish);
Sept 1988 – July 1990
Fachschule für Fremdsprachenkorrespondenten, Munich;
Degree as Foreign Language Secreteary (English/Spanish);
February 1993
TEFL-Diploma – Teacher Training International, London;
June 1992
Cambridge Proficiency in English
(Grade: B);
Special Interests:
High altitude mountaineering in the high Himalaya, ski mountaineering, climbing, swimming, cycling, running. I have led expeditions to 6,000 and 7,000-metre-peaks in the Nepal and Indian Himalaya and have travelled extensively in Asia, Europe and South America. In May 2009, I reached the top of Mount Everest as the third German woman, followed by becoming the first German woman to scale Lhotse (4th highest), Makalu (5th highest) and Manaslu (8th highest). In October 2016 I reached the summit of Cho Oyu, the 6th highest mountain in the world and on 14th July 2019 I summited Broad Peak without using supplemental oxygen.
Skills and Experience: Fluent English and German (mother tongue standard), working Spanish, some Nepali, excellent communication skills; digital sound editing; PCM and logframe knowledge. I have also translated three books from German into English (‘Mountains in my Heart’ by Karin Steinbach u Gerlinde Kaltenbrunner, The Fall of Heaven by Reinhold Messner and Ueli Steck – My life in Climbing).
*Please note that the gaps in my work experience are due to the long periods I spend on expedition – either climbing an 8.000 m peaks or leading commercial trips to the high mountains in the Himalaya.

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Michael_BilicDr. Michael Bilic, geboren am 4. 1. 1946 in Salzburg. Mit zehn Jahren bekam er eine Filmkamera der Marke Eumig geschenkt und wurde „der Familienfilmer“. absolvierte an der Paris Lodron Universität sein Studium der Psychologie und Publizistik, das er mit einer Dissertation über das „Medium Film“ abschloss. Er arbeitete als freier Journalist im Kulturbereich, knüpfte an sein Studium mit der Ausbildung zum Psychotherapeuten an und war darüber hinaus erfolgreich als Schwimmer und Wasserballer im Leistungssport aktiv (als Spieler, Trainer und Funktionär beim Wasserballklub SC Delphin). Während seiner Zeit als freier Mitarbeiter der „Aktion der Gute Film“ (Betreiberin des „Artis Kinos“) entstand die Idee eines Kommunalen Kinos in Salzburg, als Ort zur Auseinandersetzung mit dem Medium Film als eine neue und einflussreiche Kunstform des 20. Jahrhunderts. Mit Günter Berauer leitete Michael Bilic die Umsetzung des Projekts ein; im Juli 1978 wurde DAS KINO – Salzburger Filmkulturzentrum eröffnet. 1983 übernahm Michael Bilic die Leitung und Geschäftsführung bis zu seiner Pensionierung im Dezember 2016.
Er sei ein Kind der Salzburger Altstadt, sagt er über sich selbst, aufgewachsen in der
Getreidegasse, später in der Gstättengasse, nicht weit vom damaligen Nonstop-Kino. Mit seiner Begeisterung und seinem Engagement für das Genre Film prägte er die kulturelle Landschaft Salzburg maßgeblich.
Über die Grenzen hinaus  wird nicht nur das hohe Niveau der Programmgestaltung beachtet, zu der regelmäßig Gespräche mit den Filmschaffenden gehören, sondern auch das international renommierte Bergfilm-Festival, das Michael Bilic vor 25 Jahren gründete, und das biennale Lateinamerika-Filmfestival. Gegen ein volles Haus hat Michael Bilic nichts einzuwenden; „Ich zähle nicht zu den Cineasten, für die ein Film nur dann ein guter Film ist, wenn höchstens sieben Leute im Kino sitzen, im Gegenteil, ich freue mich, wenn unser Programm gut ankommt.“ Sein Interesse für verschiedenste Blickwinkel, Humor und humanistische Standpunkte prägen seine Arbeit. Das Filmkulturzentrum DAS KINO mit der weltoffenen Gestaltung ist sein Lebenswerk, in dem er und sein Team für das Salzburger Filmpublikum und für viele heimische und internationale Filmschaffende einen einzigartigen Ort der filmischen, intellektuellen und menschlichen Begegnung geschaffen haben, der aus Salzburg und Österreich nicht mehr wegzudenken ist.
Quelle: Günter Schwaiger, Regisseur & Produzent (Madrid, Salzburg, Wien),                                http://www.kulturfonds.at/fileadmin/files/Ausschreibung_2018/B_Kulturfonds_Bilic.pdf

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Birnbacher Erstbegehung in den Berchtesgadner AlpenEduard Birnbacher, Geboren am: 10.09.1969, wohnt in Niel, Ruhpolding, Chiemgau, Deutschl. Restaurator.
1987: 1. Beg. Alphorn-NW-Kante „“Happy Birthday““, VI+
(eine Stelle), einige Stellen V+, sonst durchwegs IV und V,  250 HM, 1711 m, Berchtesgadener Alpen,  am 10. 9.  mit Martin Grziwatsch;

1. Beg. Watzmann-Hocheck-Ostwand „„Auf ewige Freundschaft““, VI+, 600 HM, 2651 m, (Berchtesgadener Alpen);  am 20. Sept. mit Martin Grziwatsch;
1. Beg.  Waidringer Steinplatte-Südwand „„Kleiner Nachtexpress““, V+
(eine Seillänge), einige kurze Stellen V-, sonst zwischen III und IV, 150 HM, 1859 m, in 1 1/2 Stunden; (Chiemgauer Alpen), am 11. Okt. Eduard und Eberhard Birnbacher.
1. Beg. Waidringer Steinplatte-Südsüdwestseitiger Wandteil „„Hasenfuß““, V, 150 HM, 1859 m, (Chiemgauer Alpen);
1988:
1. Beg. Hohes Brett-Südwestwand „“Verblasene Träume““, eine Seillänge IV, überwiegend II bis III, 250 HM, (Berchtesgadener Alpen); am 6. März Eduard Birnbacher mit Martin Grziwatsch.
1. Beg. Rotpalfen-Ostwand „“Affengebrüll“,
V+ (mehrere Stellen), überwiegend IV bis V; überwiegend Riß- und Plattenkletterei in teilweise etwas brüchigem und schrofigem Fels, 350 HM (Berchtesgadener Alpen). am 29. Mai E. Birnbacher mit M. Grziwatsch;
1. Beg. (Alleing.) Kleinkaltergrat-Südwestwand „“Nahmaschin““, IV+
(1 Seillänge), Rest zwischen III und IV, 160 HM, überwiegend Rißkletterei, an einigen Stellen brüchiges Gestein (Berchtesgadener Alpen), am 17. Juni  Eduard Birnbacher im Alleingang;
1. Beg. Point 700 (Südlicher Turm) „Old, Cold Dreams“, IV, 65°, (Wiencke Island, Antarktis);
1. Beg. Point 650 N-Gratgipfel-Westl. N-Grat „“Antarktisfieber““, (Booth Island, Antarktis);
2009: 1. Beg. Point 710-W-Wandpfeiler, V+, M6, Eis 75°, 500 HM, (Reg. Lillefiord, Grönld.);
1. Beg. Point 715-Nordwandpfeiler u. Ostgrat, V, M 5, Eis 70°, 400 HM, (Lillefiord, Grönland, mit Gerd Schauer, Isny im Allgäu);
2015: Langtang Himal, Nepal, Erstbesteigung Pfeilergipfel Point, 5350 m am Hauptgipfel des Peak Point 5480 m, „Langtang Stupa“, Südostpfeiler,  V+, M4, AI2, 50° bis 65°, Felskletterei im unteren Pfeilerabschnitt, Mixedkletterei und Schnee-/Eiskletterei im oberen Pfeilerabschnitt, überwiegend brüchiger Fels, lose Blöcke, Kletterlänge: 300 m; klassische Absicherung mit Normalhaken, Keilen, Camalots/Friends, usw. 1 NH in der 2. Seillänge belassen, 7. April mit Anna Boldinger;
Quelle: Archiv Proksch (Österr. Alpenklub)

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BlodigDr. Karl Blodig, *16. 10. 1859 in Wien, † 7. 9. 1956 in Bregenz; er verbrachte seine Jugendzeit in Graz, sein Vater war Universitätsprofessor und Privatdozent für Augen-heilkunde. Schon als 17- und 18-jähriger stand der Gymnasiast auf dem Großglockner, dem Venediger und der Marmolata. 1878 erkletterte er div. Dolomiten-Gipfel, als 20-jähriger verbrachte er einen Sommer in der Ortlergruppe. Im Januar 1880 gelang ihm die erste Winterbesteigung der Königsspitze, ohne Ski. Im selben Jahr überquerte er als erster den höchsten Alpenpass, den Silbersattel am Monte Rosa mit Übergang von Macugnaga nach Zermatt. Ab 1885 wohnte Karl Blodig als Augenarzt in Bregenz, 1897 Heirat, vier Kinder. 1885 bis 1911 bestieg Blodig alle Viertausender der Alpen, einige davon als erster, darunter den Brouillardgrat des Montblanc mit G. W. Young, H. O. Jones und Führer Joseph Knudel, am 9. 8. 1911. Weitere Tourengefährten waren: Ludwig Purtscheller, Emil und Otto Zsigmondy, der Alpenmaler E. T. Compton und andere … Noch als 73-jähriger stand er allein auf den beiden, ihm noch fehlenden Viertausendern. 1923 erschien sein Buch „Die Viertausender der Alpen““, das zu den alpinen Klassikern zählt.  Blodig war ein Pionier der Ostalpen und ein bedeutender alpiner Schriftsteller. Ab 1926 erschien auch sein bekannter Alpenkalender. In vielen Vorträgen schilderte er die Schönheit der Alpenwelt. 1922-1928 war er Miglied des Hauptausschusses im DÖAV und ab 1949 dessen Ehrenmitglied sowie Ehrenmitglied weiterer alpinen Vereine im In- und Ausland wie Climber Club und Sektion Weißenstein des Schweizer Alpenclubs (Quelle: Bergsteiger-Lexikon BM 7/83). Von 1918  bis 1926 war Blodig Dritter AV-Vorsitzender, von 1922 bis 1928 AV-Hütten-und Wegebaureferent …
Besteigungen u.a. 76 Viertausender:
1875 Triglav, 2863 m (Julische Alpen);
1878 Erste Ersteigung des Jalovec, 2643 m, am 16. Sept. im Alleingang (Julische Alpen);
1879 1. Best. Eisenerzer Griesmauer, 2034 m (Hochschwab); 14. Best. 1. Beg. Torstein-Südwestgrat, „Windlegergrat“ aus der Windlegerscharte, IV-, 2948 m (Dachsteingebirge)
mit R. v. Lendenfeld, Bergführer H. Steiner und J. Auhäusler; 5. Best. Gr. Bischofsmütze, 2458 m (Gosaukamm, Dachsteingebirge);
1880 2. Beg. Monte Rosa-Ostwand-Macugnagawand, „Marinelli-Route“ zum Silbersattel, III-IV, 1600 HM , 4634 m (Walliser Alpen); 1. Winterbest. Königspitze, 3902 m (Ortlergeb.);
1882 Monte Rosa-Zumsteinspitze, 4563 m; Mte.-Rosa-Dufourspitze, 4637 m, Weißhorn, 4505 m (alle Walliser Alpen);
1885 2. Best. u. 1. Beg. Drusenfluh „Blodigrinne“, 2827m (Rätikon);
1888 1. Best. Torwache vom Madlener Haus, 3186 m (Silvretta); 1. Beg. Großlitzner-Nordostgrat zur Litznerscharte, 3109m (Silvretta); 1. Best. Verstanklahorn-Ostgipfel, ca. 3260 m (Silvretta); 1. touristische Ersteigung der Drusenfluh (2835 m) mit E. Sohm;
1890 Montblanc, 4807 m (Montblancgebiet);
1891 1.Beg. u. Überschr. Trettachspitze-Nordostgrat „Blodig-Führe“-Nordwestgrat, III, 210 KM, 2596 m (Allgäuer Alpen):
1892 Großes Aletschhorn aus dem Lötschental, 4195 m; Schreckhorn, 4078 m,
Finsteraarhorn, 4274 m; Jungfrau, 4161 m; Mönch, 4107 m
(alle Berner Alpen);            1895 Zermatter Rothorn, 4221 m, Dom, 4545 m, Breithorn, 4165 m, Liskamm, 4527 m,
Überschreitung Matterhorn, 4481 m (alle Walliser Alpen);
1897 1.Beg. Pizzeguter Grat von Westen;
1898 Gr. Grünhorn, 4043 m, Gletscherhorn, 3983 m (beide Berner Alpen); Tödi, 3614 m (Glarner Alpen); „Nadelhorngrat“, 4327 m, Täschhorn, 4491 m, Dent Blanche, 4357 m (alle Walliser Alpen);
1899 1. Best. Kogelseespitze, 2647 m, 1.Best. Dremelspitze, 2733 m (beide Lechtaler Alpen); Grandes Jorasses, 4208 m, Dent du Géant, 4009 m, Aiguille de Bionnassay, 4052 m (alle Montblancgebiet);
1901 Fletschhorn, 3993 m, Lenzspitze, 4294 m, Lagginhorn, 4010 m (alle Walliser Alpen);
1902 Strahlhorn, 4190 m, Rimpfischhorn, 4199 m (beide Walliser Alpen);
1903 Dent d’‚Hérens, 4171 m (Walliser Alpen), 1. Beg. Dôme de Rochefort-SW-Grat, II, 800 KM, 4015 m (Montblancgebiet);
1906 Dóme de Miage, Rochers du Montblanc, 3673 m, 1. Best. Mont Brouillard-Hauptgipfel über Nordgrat, I, 4069 m (Montblancgebiet);
1907 1. Best. Silbertaler Loobspitze, 2605 m, 1. Beg. Übergang Östliche Eisentaler Spitze, 2753 m, zur Silbertaler Loobspitze, 2605 m (alle Verwall);
1909 1. Best. Westl. Garneraspitze, 2851 m,Östl. Garneraspitze, 2860 m, 1. Best. Valgraggestürme, 2826 m (alle Silvretta);
1910 1. Best. Blodigturm, 2851 m (Silvretta);
1911 1. Beg. Montblanc-Brouillardgrat, IV, Eis 50°, 1500 HM, 4810 m, 1. Best. Pic Luigi Amedeo vom Col Emile Rey, 4469 m (Brouillardgrat, Montblancgebiet); 1. Best. Östl. u. Westl. Kromertalspitzen, 2830 m &. 2870 m, 1. Beg. Gr. Seehorn-N-Wand, 3121 m (Silvr.);

Alle 76 Viertausender erstiegen.                                                                                                       1913 1. Beg .Silvrettahorn-Ostgrat, 3244 m (Silvretta);
1917 1. Best. Bieltalfernerspitze, 2950 m, 1. Best. Totenfeldkopf, 2935 m (Silvretta);
1919 1. Best. Garneraturm, 2883m (Silvretta); m
it 60 Jahren allein neuer Anstieg vom Argentiergletscher im Gebiet der Aiguille Verte (Biwak in großer Höhe).                           1931 Col de la Grande Rocheuse, 4051 m (Montblancgebiet);
1932 2. Beg. u. 1. Alleinbeg. Col Armand Charlet-Nordwand, 1. Alleinbeg. Grande Rocheuse über Col Armand Charlet, Eis 55°, 4103 m, 1. Alleinbeg. Aiguille du Jardin-Nordostcouloir, 54°, 4035 m, 1. Beg. Aiguille Verte-Nordostwand „Couloir Blodig“, bis 55°, 1000 HM, 4121 m (alle Montblancgebiet);
1949 Beg. Eiger-Nordostwand, „Lauperroute“, V, bis 70°, 1800 KM, 3970 m (Berner Alpen),
Großes Scheerhorn, 3296 m (Glarner Alpen) …
Quelle: Gerhard Schauer, Isny im Allgäu,
Archiv Proksch (Österr. Alpenverein); Adolfo Hess, Saggi sulla psicologia dell’alpinista, 1914, Seite 135 ff;
Dr. Carl Blodig: „„Zu Wien als Sohn eines eifrigen Botanikers und begeisterten Naturfreundes geboren, wuchs ich in Graz am Fuße des Schloßberges auf. Meine Mutter, eine Kärntnerin, war von frühester Jugendzeit an mit der Kette der Karawanken eng verbunden. Täglich betrachtete ich mit dem Fernrohre die Triangulierungspyramide auf dem Hausberge der Grazer, dem Schöckel. Als achtjähriger Bub lief ich an einem schönen Samstage nach dem Mittagessen davon und rannte, mit etwas Brot und gedörrten Pflaumen versehen, auf den Schöckel. Ich übernachtete in der Göstinger Alm und traf pünktlich am Sonntag um acht Uhr in der Schulmesse ein. Die Folgen meiner ersten Bergfahrt waren schlimm. Ich konnte einige Tage nicht recht sitzen: Hatte doch halb Graz durch die ganze Nacht nach mir gesucht. Von dort an nahm sich ein prächtiger Lehrer meiner an und die Sonntage verbrachten wir botanisierend auf den größeren und kleineren Höhen um Graz. 1875 bestieg ich die Obir in den Karawanken; nach zwanzig Jahren teilte mir Ludwig Purtscheller mit, daß diesem Gipfel seine erste Bergfahrt gegolten habe. Im selben Jahr besuchte ich den Triglav und rettete Professor Artur Cafasso, dem ich anvertraut worden war, das Leben. Er glitt unweit des Gipfels aus und stürzte gegen mich herab. Ich faßte kräftig zu und preßte ihn gegen eine Felsplatte. Ich war damals schon ein sehr guter Turner, Schlittschuhläufer und gefürchteter Raufbold. 1880 durchstieg ich mit dem Führer Christian Ranggetiner die Ostwand des Monte Rosa und führte als Erster den Übergang über den höchsten •Paß in den Alpen (4490 m) aus. Gründlich durchwanderte ich dann die Alpen vom Monte Viso bis zum Hochschwab und stand 1906 mit Oskar Eckenstein auf dem Mont Brouillard (4053 m). 1903 besuchte ich in nächtlicher Fahrt allein den Piz Bernina und 1911 führte ich mit H. 0. Jones und G. W. Young die erste Ersteigung des Mont Blanc über den Brouillardgrat aus. Wir hatten Josef Knubel mitgenommen, gingen aber abwechselnd voraus. Endlich 1932 bestieg ich allein die Grande Rocheuse (4103 m) und die Aiguille du Jardin (4035 m) vom Argentiere-Gletscher als meine 74. und 75. Viertausender und stieg als Erster über die teilweise 56 Grad steilen Eishänge zwischen Aiguille Verte und les Courtes ab.”“
Quelle: DAV Mitteilungen 1949, Heft 10, Seite 78

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Edith Bolda, Klaus Bonazza, Thomas Brandtner,

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Harald Braun, Braun Harald geb. am 16. 11. 1949 in Murau, Stmk.; Mit-glied beim   ÖAV (Reichensteiner). Erste Bergwanderungen mit vier-zehn Jahren in den Bergen nahe Murau (Predigtstuhl, Hochgolling, Hafner), meist ohne Begleitung. Erstes Klettern 1962 (als Sech-zehnjähriger) am Peilstein, dann in den Wänden des Höllentales (Rax-/Schneeberg-Gruppe), zunehmend schwieriger (ca. 18 Neutouren), dann auch im Gesäuse, im Dachstein, in den Dolomiten, meist mit Roland Rochefort, Willi Bertl, Ernst Lehnert, Leo Berger, Peter Holl. 1968 mit Willi Bertl den Bonattipfeiler am Pt. Dru, 1970 Nordostwand des Pizzo Badile. 1969 bis 1977 Aufenthalt in der Schweiz, viele Touren in den Glarner Alpen, einige Erstbegehungen (u. a. Glarner Tödi, Nordost-wand). In diesen Jahren oft im Lechquellengebirge (ca. 30 Erstbegehungen).
Seit 1977 wieder wohnhaft in Österreich (Wien und Vösendorf/N.Ö.). In den folgenden Jahren meist mit Alfred Kapfenberger auf Touren, oft in den Wänden der Rax-Schnee-berg-Gruppe (hier ca. 30 Erstbegehungen, u. a. „Hic Rhodus, hic salta!“ in der Blech-mauer, „Reichensteiner-Weg“ am Großofen). Zahlreiche Touren in den Dolomiten und in anderen Gebirgsgruppen der Alpen. 1993 zwei Erstbegehungen mit Kurt und Gunda Schall in Korsika. Seit 2013 meistens mit Partnerin Lisa Lantschner in den Bergen, von Spanien, Frankreich, Norwegen bis nach Sardinien und Kroatien, meist im sogenannten „Plaisierbereich“ bis 6a/6a+.
Erstbegehungen: Hochmaderer / Südostwand / 13.08.1972; Tramerkopf / Ostgrat / 07.08.1964; Bauleiteck / Nordostrippe / 30.08.1967; Kircheleck / Ostpfeiler / 29.08.1967, Lahneck (Gamsleiteck) / Ostgrat / 29.08.1967; Pulverturm / Nordgrat – „Direkter“ / 02.10.1966; Gamskogel Mittlerer Westgipfel (Triebener Tauern) / Nordwestwand / 03.09.1966; Almtaler Köpfl / Nordwand – „Einstiegsvariante“ / 1967; Kunkelgrat / Kunkelspitze 2016 m, direkter Einstieg zu den Ostwandkaminen / Ostflanke auf den Nordostgipfel / Südwestkante / 22.05.1972; Kunkelgrat / Kunkelturm 2046 m, Nordwand / Mittlerer Ostwandkamin / 13.07.1970: Schöneberg / Westgrat / Westkante / Nordwestschlucht / 12.07.1970; Eferagrat / Westgrat / Nordwestschlucht / Westkante /12.07.1970; Hohe Künzel (Hochkünzelspitze) / Südgrat / Nordwand, direkte / 11.07.1970; Klesenzahörner / Ostgipfel – Südwestwand / Westgipfel – Verbindungsgrat vom Ostgipfel – Ostgrat / Westgipfel – Westkante /13.06.1970; Gadnerköpfe / Westlicher Gadnerkopf, Nordwestgrat / 21.09.1974; Gadnerköpfe / Südwestpfeiler des Mittleren Gadnerkopfes, 3 / 06.06.1970; Auenfelderhorn / Nordkante / Nordschlucht / Südwestwand / Nordwand / 03.06.1971; Wasenspitze (Lechquellengebirge) / Ostgrat Direkter / 29.09.1969;  Grubenspitze Große (Lechquellengebirge) / Südwestwand / Nordwand / 29.09.1969 Flexenspitze / Nordpfeiler / 09.10.1971; Formaletsch / Nordwestwand / 05.07.1970;  Wildgrubenspitze Große (Untere) / Westwand / 29.09.1969; Wildgrubenspitze Mittlere – Ostgipfel / Nordwestkamin / Nordwand / 28.09.1969; Schneewannenturm / Nordgrat / 04.10.1969; Wildgrubenspitze Mittlere – Mittelgipfel / Nordsporn / 28.09.1969; Wildgrubenspitze Mittlere – Mittelgipfel / Nordwand – „Direkte“ / 27.09.1969; Wallnerköpfl Nördliches / Westwand / 25.07.1969 … Quelle: www.alpinwiki.at

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Jochen Brechling,
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1Florian Bruckner, geb. am 13. 7. 1989 in Wien, Berufsoffizier, Heeresbergführer, lebt in 7441 Pilgersdorf im Burgenland; erfolgreicher Studiebabschluss an der Theresianischen Militär-akademie, Kommandant einer Hochgebirgsjägerkompanie in Tirol. „Ich kam bereits in meiner Kindheit mit dem Bergsport in Berührung. Die Familienurlaube, egal ob Sommer oder Winter, wurden stets in den Bergen verbracht. In der AV-Sektion Südburgenland lernte ich Hans Goger kennen, mit dem ich schwierigere Touren unternehmen konnte. Nach den erfolgreichen Besteigungen von Kilimandscharo und Pik Lenin begleitet ich Hans zum Manasalu. Nach  zwei Nächten auf knapp 7000 m mussten wir die Expedition leider abbrechen – aufgrund gesundheitlicher Probleme eines Teilnehmers. Die Besteigung der Ama Dablam mit Hans und Roland  war für mich ein Höhepunkt meiner alpinen Karriere und verstärkte meinen Drang, die hohen Berge  dieser Welt zu besteigen.“
2011: H. Wand „Traum u. Wirklichkeit“ 6+; Großglockner, 3797 m, Normalweg über Stüdlh.; Ortler, 3905 m, Hintergrat über Schaubachh.; Piz Bernina, 4049 m, Biancograt;
2012: Matterhorn, 4478 m, Überschr. Liongr.-Hörnligr.; Dachst.-S-Wand, 2995 m, Steinerw. 5+; Kilimandscharo, 5895 m, Kibo-Machame-Route; Dufourspitze, 4634 m, Skitour;
2013: Großglockner-NW-Grat, 3797 m; Admonter Kalbling, 2196 m, „Gamspfeiler“, 5; Hochalmspitze-Südpfeiler, 3360 m, 5; Pamir, Pik Lenin, 7134 m, Kirgistan;
2014: Ötzt. Alpen,  Weißseespitze-N-Wand, 3498 m; Piz Palü-Piz Bernina-Überschr.,  4049 m, Biancograt im Abstieg; Großglockner „Stüdlgrat“; Manaslu-Expedition bis 6800 m;
2015: Kitzb. Alpen, Gr. Rettenstein, 2366 m, Skitour, -50°; Glocknergruppe, Hohe Riffl-N-Wand, 3338 m; Großvenediger-N-Grat, 3657 m; Gr. Geiger-N-Grat, 3360 m;
2016: Zillert.  Alpen, Gabler, 3263 m, Skitour; Furtschaglspitze-Westgrat, 3071 m;
2017: Goldberggruppe, Eisklettern „Mordor“ WI5; Glocknergr., Hoher Tenn, 3368 m, Skitour; Pelvoux-Skidurchquerung, Ecrins-Massiv mit Dome de Neige, 4015 m; Waidringer Steinpl., 1869 m, „Iron Mouse“, 7+; W. Kaiser, Vordere Karlspitze, 2283 m, Alte Südwand „Göttner“ 6+; Predigtstuhl-Westwand, 2116 m, „Schüle-Diem“, 6+; Sellagruppe, Piz Ciavazes-Südwestwand „Bergführerweg“, 6-; Puezgruppe, Zirmei de Puez-Südwand „Zauberriss-Führe“,  6+; Mont Blanc, Aiguille du Rochefort und Dent du Geant, 4013 m; Aiguille du Dorees,  3450 m;
2019: Glocknergr., Skitour Hocheiser, 3206 m; Ama  Dablam-Südwestgrat, 6814 m;
2020: Zillert. Alpen, Skitour Wildkarsp., 3073 m; Skanden Kebnekaise, 2097 m, Schweden;
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A-GHA_7477-stefan-BrunnerStefan Brunner, geb. am 2. Sept. 1986, aufgewachsen und wohnhaft in 4320 Perg im Mühlviertel, OÖ, – dort gibt es nur Hügel – aber in der Nähe kleine, steile Granitfelsen;
„Meine Berufung: Bergführer, Sportkletterführer, Rou-tensetzer, E3L-Hochseilgartenguide, Fotograf, Skilehrer, gelernter Betriebselektriker. Ich klettere seit: ich 16 Jahre alt bin – durch die Errungenschaft des Moped-Führerscheins. Auf die Waage bringe ich: nicht ganz 70 Kilogramm. Mit Rucksack, je nach Route, an die 100 kg, wie 2014 in Patagonien beispielsweise. Meine Längen-maße: 1,74 Meter. Mit ausgestreckten Händen komm ich auf mehr als 2,30 Meter. Mein Ape-Index ist plus 9. Das ist ganz okay.
Meine schwierigste Kletterroute: Perfect Timing (8b) in Wartberg/Aist im Mühlviertel,  eine Erstbegehung.
Das Sahnehäubchen auf meiner Tourenliste: Da taugen mir einige. Die Colton McIntyre (VI) auf der Grandes Jorasses (Chamonix), die Cruz del Sur (7b+ auf 5300 m) in Peru im Zuge der Naturfreunde-Alpinkader-Expedition oder mein Solo-Projekt Tangerine Trip (VI 5.7 A2) am El Capitan im Yosemite Valley (USA).
Ein perfekter Tag: nach einer geilen Klettertour müde und zufrieden zuhause auf die Couch fallen.
Stark bin ich: im Erreichen meiner Ziele
Ändern würde ich gern an mir: meine schwachen Computerkenntnisse.
Ich entspanne mich am liebsten: beim Klettern leichter Routen. Hirn abschalten und einfach klettern.
Kalk oder Granit? Granit.
Sportklettern oder Alpintour? Beides, je nach Jahreszeit und Motivation.
Sommer oder Winter? Sommer.
Bolts oder Placements? Placements.
Bier oder Wein? Weder noch.
Pizza oder Pasta? Erst Pizza, dann Pasta.
Quelle: lnterview mit Marlies Cerny, gesamt auf www.climbing-solutions.at;
Einige Touren:
2015 Argentinien, Patagonien, Cerro Torre,  ca. 3100 m, Ragni  90°  M4
Mt. Fitz Roy, 3405 m, Supercanaleta  80°,  5+
Cerro Standhardt, ca. 2700 m, Exocet  WI5+,  5+
Aguja Poincenot ca. 3002 m, Whillans, Cochrane 70°.  M4,  5+
Österreich, Mühlviertel, Impossible 9+, 1. Cleane RP.-­‐Begehung
2014  Argentinien, Patagonien, Aguja Guillaument 2580 m, Amy Vidailhet  65°, 5,   Padrijo 6a, C2;
Peru, Cordillera Blanca, Artesonraju,  6025 m, Southeast  Face;
Nevado Cayesh, 5721 m, NW Ridge WI5, M7;
La  Esfinge, 5325 m, 1985 Original Route 6b; Cruz del Sur 7c, on-sight (eher  7b);
Huaraz Sportklettern, Hatun Machy, 4200 m, Dedos Negros  8a, flash;
Cordillera Huayhuash, Rasac, 6017 m, Southeast Ridge AD;
Frankreich, Chamonix, Les Courtes, 3856 m, Swiss Route IV, 3;
Österreich, Mühlviertel, Perfect Timing  8b, FA;
2013 USA, Yosemite, El Capitan, Muir Wall VI 5.9, A2 Solo;
Golden Gate 5.13 b, Freikletter‐Versuch,
NIAD VI, 5.8 C2 (Nose in a day),
South Seas to Pacific Ocean Wall VI, 5.8, A4;
Frankreich, Chamonix, Grandes Jorasses, 4208 m, MacIntyre, Colton VI, 6;
Türkei, Geyikbayiri, Türkish Airways 8a+, Viele viele 7c und 7c+n;
2012 Norway, Tromso, viele Trad Routen bis 7+ Nor ( ca. 7a Franz. /5.11d USA)
Dvergmal 8+ (ca. 7c+);
2011 USA, Indian Creek, Rubys Cafe 5.13. Finger Crack RP;
2010 USA, Yosemite, El Capitan, Zodiac VI, 5.7, A2,
Free Rider 5.12 d, alle Seillängen RP; Seperate Reality 5.11 d;
Chile, Cochamo, The Prophecy 7b, A0, FA ;
2009 USA, Yosemite, El Capitan, Zodiac VI, 5.7, C3F,
The Shield VI, 5.9, A3; Nose V, 5.9, C1;
Tangerine Trip VI, 5.7, A2; Salathe VI, 5.9, C2;
Indian Creek: erster Felskontakt mit rotem Sandstein. Eine neue Leidenschaft entfaltet sich, das Rissklettern. Viele Klassiker geklettert;
Super Crack 5.10, Incredible Hand Crack 5.10
2008–2002 viele Routen in den Alpen, z.B. Torsäule|Topolino 7-, Opera Vertical 8+ …)
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Ernst Brunthaller,
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index1Thomas Bubendorfer, geboren 1962 in Salzburg, entdeckte das Bergsteigen mit 12 Jahren von selbst – es gab keine Bergsteiger in seiner Familie. Schon mit 16 Jahren kletterte er schwierige Wän-de in Österreich und am Montblanc Free Solo im damals höchsten Schwie-rigkeitsgrad. 1980 gelang ihm – nach Reinhold Messner (7 Stunden) – in nur vier Stunden die zweite Alleinbegehung der Philipp-Flamm-Route in der Civetta-Nordwestwand in den Dolomiten, welche damals eine der schwierigsten Freikletterrouten der Dolomiten war. Im selben Jahr (mit 18 Jahren) bestieg er den 7135 Meter hohen Pik Korschenewskaja im Pamir. Mit 21 gelangen ihm als erstem Alleinkletterer die drei größten Nordwände der Alpen auf den klassischen Routen: Grandes Jorasses (Walkerpfeiler), Matterhorn und Eiger – alle ohne Seil und in damals unvorstellbar kurzen Zeiten (Eiger 4 Std. 50 Min.) bei sommerlichen Verhältnissen (Walkerpfeiler „on sight“, also ohne die Route zu kennen, und als Erster in diesem Sommer). 1986 schaffte er die 23-stündige Nonstop-Alleinbegehung des Fitz Roy, Argentinien, ebenfalls „on sight“. Bis heute nicht wiederholt ist sein „Fünf-Wände-Enchaînement“, bei dem er 1988 in den Dolomiten fünf Felswände bis zum VII. Schwierigkeitsgrad an einem Tag durch-stieg: die Nordwände der Drei Zinnen, die Südwand der Marmolata („Schwalben-schwanz“ mit „Don Quixote“-Ausstieg VI+) und die Nordwestwand („Via Niagara“ VI+) des Sass Pordoi. Um diese insgesamt 3000 Höhenmeter messenden senkrechten bis überhängenden Dolomitenwände zu durchsteigen, wurde er mit einem Hubschrauber jeweils vom Gipfel zum nächsten Wandfuß transportiert. 1988 stürzte er bei Werbe-aufnahmen in der Liechtensteinklamm 20 Meter ab und brach sich mehrere Wirbel. Doch auch nach diesem Unfall meisterte er seilfreie Fels-Alleingänge bis Schwierig-keitsgrad 7a, gefrorene Wasserfälle bis WI 6 und puristische Solo-Expeditionen in den Anden, in Patagonien, Alaska und im Himalaya. 1991 gelang ihm die erste seilfreie Alleinbesteigung der Aconcagua-Südwand an einem Tag. 2017 stürzte er beim Eis-klettern in der italienischen Provinz Belluno 10 Meter in ein Bachbett und erlitt dabei eine Kopfverletzung, Rippenbrüche und innere Verletzungen.  Doch das Bergsteigen blieb auch weiterhin das zentrale Thema in seinem Leben. Beeinflusst durch seinen Großvater und die humanistische Erziehung prägte den extrem leistungsorientierten Jugendlichen der Aufenthalt in einem englischen Privatinterat.  Geistige Ergänzung zu seinen extremen bergsportlichen Aktivitäten fand er in Literatur, Philosophie und in Fremdsprachen. Er schrieb sieben Bücher, das erste davon mit 22.  Sein Credo lautet, dass der Mensch ein Leben lang daran arbeiten muss, seine individu-ellen Potentiale zu entfalten: „Wir dürfen nicht stehenbleiben, nie aufhören, das zu fin-den, was wir noch nicht kennen, uns dorthin zu bewegen, wo wir noch nicht waren.“ Die entscheidende Energiequelle für diese innere und äußere Bewegung sieht er in der Freude am selbst gewählten Tun, an den großen wie den kleinen Dingen, aber auch in der Dankbarkeit für, das Leben. „Es ist die Kraft, die aus der Freude kommt, die uns bei Rückschlägen und in Krisen beim Weitermachen hilft.“ Seine Erfahrungen dazu hat er in seinen Büchern beschrieben und sie in mehr als 900 Vorträgen und Seminaren mit Führungskräften auf der ganzen Welt geteilt. Thomas Bubendorfer hat drei Kinder und lebt seit 1985 in Monaco. Bücher: „Der Alleingänger“, „Mount Fitz Roy – die Qualität des nächsten Schrittes“, „Zen in der Kunst ein Motorrad zu warten“, „Senkrecht gegen die Zeit – Die Eroberung des Unsichtbaren“, „Ausgangspunkt Jetzt“, „Die Kraft die uns nach oben trägt“,  „Die Qualität des nächsten Schrittes, „Solo“, „Das Leben ist wie das Berg-steigen“. Quellen: http://www.bubendorfer.com/https://www.sn.at/salzburg/chronik/thomas-bubendorfer-ich-bereue-nichts-auch-nicht-meine-abstuerze-38349802

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BuchroithnerManfred Ferdinand Buchroithner, geb. am * 17. Dez. 1950 in Wels, OÖ) ist verheiratet, hat einen Sohn und eine Tochter. Er ist ein österr. Kartograf, Geologe, Hochgebirgsforscher und Bergsteiger. Er leistete bahnbrechende Beiträge zur Entwick-lung autostereoskopischer kartografischer Visualisierungen.

Nach der Matura 1969 am Ramsauergymnasium in Linz  Militärdienst, ab 1970 Studium der Geologie und Paläontolo-gie, der Mineralogie und Petrografie sowie der Philosophie an der Universität Graz. 1976 und 1977 absolvierte er die Ausbildung zum staatl. geprüf. Berg- und Schiführer. 1977 promovierte er an der Universität Graz und arbeitete hier anschließend als Forschungsassistent. 1979 und 1980 postdoktorales Studium von Fernerkundung und Kartografie am Intern. Institute for Aerial Survey and Earth Sciences (ITC) der Universität Twente in Enschede, NL, welches er mit dem Diplom (mit Distinktion) abschloss. Prägend für Buchroithners weitere Laufbahn war 1975 seine Teilnahme an einer  mehrmonatigen Forschungexpe-dition in den afghanischen Wachankorridor. Ab 1980 arbeitete er unter Erik Arnberger am Institut für Kartographie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien. Im Sommersemester 1982 war er als Fulbright-Stipendiat in Fort Worth (Texas), Denver und Boulder (Colorado) sowie an der Stanford University (Kalifornien). 1984 erfolgte seine Habilitation als Universitätsdozent für Allg. Geologie und Fernerkun-dung an der Universität Graz. Anschließend war er kurz als Angestellter und von 1985 bis 1992 als Leiter des Instituts für Digitale Bildverarbeitung und Computergraphik der Forschungsgesellschaft Johanneum in Graz tätig und nahm daneben Lehraufträge an der Universität Graz, der TU Graz, der Montanuniversität Leoben und der Universität Stockholm wahr. Ab 1992 war Buchroithner Ordinarius für Kartographie am Institut für Kartographie der Techn. Univers. Dresden. Von 1994 bis 1997 sowie von 2003 bis zu seiner Emeritierung 2016 war er Direktor dieses Instituts. Er war Gastprofessor an folgenden Universitäten: LMU München 1989, Universität Salzburg 2000/01 sowie 2002/03, Center for Energy and Processes (CEP) der École National Supérieur des Mines de Paris (ENSMP) in Sophia Antipolis bei Nizza 2002, Institute for Information Technology (IIT) des COMSATS in Islamabad (Pakistan) 2015, Universität Bergamo (Italien) 2015/16, sowie mehrfach am IIT Kanpur.
In seiner wissenschaftlichen Arbeit befasst sich Manfred Buchroithner neben den Schwerpunktthemen der echtdreidimensionalen Visualisierung raumbezogener Infor-mationen, der Hochgebirgskartografie mit besonderem Augenmerk auf der dreidimen-sionalen, multitemporalen Gletscherkartierung mit Hilfe kosmischer Fernerkundungs-daten, die mittels KI ausgewertet werden, sowie der Fernerkundungskartografie auch mit der allgem. dynam. Kartografie mittels Fernerkundungsdaten, mit Geoinforma-tionssystemen für Umweltmonitoring, mit Multimedia in der Kartografie sowie der Epis-temologie der Kartographie. 2006 initiierte er, im zivilen Kontext erstmals in Europa, die Echtzeitübertragung echt-dreidimensionaler Geodaten zur stereoskopischen Ansicht. Mediale Aufmerksamkeit erhielt die Verbindung einer 3D-Modell-Visualisierung der Dachstein-Südwand mit den GPS-Ortungsdaten der Mobiltelefone hilfebedürftiger Klet-terer zur Unterstützung von Bergrettungseinsätzen bei Sichtlosigkeit. Buchroithner ini-tiierte und leitete mehrere wissenschaftliche Expeditionen in verschiedene Hochgebirge der Erde. 1997/98 erstellte er die erste holographische Reliefkarte der Welt (mit bewe-gungsanimierter Beschriftung; präsentiert 1999 auf der Intern. Kartographischen Konferenz – ICC – in Ottawa). Seine Forschung der späten 1990er-Jahre im Bereich der Echt-3D-Kartographie mittels linsenhafter Folien mündete in zwei Patenten.
1992 wurde Manfred Buchroithner Scientific Advisor des Tibetischen Mount-Everest-Nationalparks „Qomolungma Nature Preserve (QNP)“. Er war von 1993 bis 1997 Vizepräsident der European Association of Remote Sensing Laboratories (EARSeL), wo er auch einer SIG zu Erdrutschen und Muren vorstand, und von 1999 bis 2001 Generalsekr. der EURO-STRIM (Association for the Establishment of a European Master and Doctorate in Space Technologies for Risk Management). 2002–2017 war er der Vizepräs. für Intern. der Deutschen Ges. für Kartographie und 2003–2017 deutscher Delegierter bei der Intern. Cartographic Association (ICA). 2011 war er als Vorsitzender des Fördervereins Geodäsie und Geoinformatik (FVGG) Initiator des Wissenschaftsprei-ses der Deutschen Geodätischen Komm. zur Förderung hochqualifizierter Wissenschaf-tler (DGK-Preis). Buchroithner war Mitinitiator der Gründung dreier Kommissionen der ICA – der Kommissionen für Hochgebirgskartographie (1995), für Planetare Kartographie (1995) und für Kartographie zu Katastrophenwarnung und Krisenmanagement (2003).
Bergsteigerische Leistungen: Neben der Anbahnung und Durchführung zahlr. wissenschaftl. Hochgebirgsexpeditionen in Asien und den Anden war Buchroithner auch als Bergsteiger erfolgreich. Er ist Soloerstbest. des Koh-e Asp-e Safed (6101 m, Afghanischer Pamir, 1975) und unter den Erstbesteigern des Tenzin Gyatso Peak (5984 m, Tibet. Himalaya, südlich des Karo La, in chin. Karten später als Jitan Zhoma mit 6004 m ausgewiesen, 1992, gemeinsam mit Hans-Dieter Sauer und Bernhard Jüptner). Buchroithner war an der 2. Best. des Koh-e Bardar beteiligt (6078 m, Afghan. Pamir, über den fordernden Nordgrat, mit Gernot Patzelt, Heinz Badura and Martin Posch 1975, drei Tage nach der Erstbesteigung über die vergleichsw. leichte Südseite durch eine poln. Expedition). 1978 eröffnete er mit Rudi Brandstetter eine neue Direktroute durch die Ostwand des Nevado Rasac (6017 m, Cordillera Huayhuash, Peruan. Anden). 2005 gelang ihm gemeinsam mit Martin Rihs und Reinhold Lazar die Erstbeg. einer neuen Route auf den Llullaillaco (6739 m) von der Südwestseite aus. Er erstieg, großteils solo, etliche Sechstausender und zahlreiche Fünftausender in den Anden und in asiatischen Hochgebirgen. Außerdem eröffnete er mehrere Sportkletterrouten in den Gebirgen südwestlich Wiens sowie im Grazer Bergland. Hinzu kommen zahlreiche Solobesteigungen im ges. Alpenraum, Skandinavien, den Rocky Mountains, den Anden, der Hindukusch-Karakorum-Himalaya-Kette, auf Borneo und in Neuseeland.
Unzählige Landkarten und ca. 750 wissenschaftliche Veröffentlichungen hat Manfred Buchroithner (mit)verfasst, die ca. 5400 Mal zitiert wurden. Quelle: Wikipedia
Mehr Infos: https://forschungsinfo.tu-dresden.de/detail/professur/565

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csm_5eda24f5-9a29-405d-b70e-b712b27c8b61_1ca2dcc190Hermann Buhl, geb. am 21. 9. 1924 in Innsbruck, gest. am 27. 6. 1957 beim Abstieg von der Chogolisa (Karakorum, Pakistan); Beruf: Büroangestellter; Erstbesteiger der beiden Achttausender Nanga Parbat und Broad Peak (mit Kurt Diemberger). Buhl wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf und wandte sich schon früh den heimatlichen Bergen zu, den Kalkkögeln der Stubaier Alpen, dem Wetterstein und Karwendel und den Wänden des Kaisergebirges. Er entwickelte sich zu einem exzellenten Kletterer und erlernte den perfekten Umgang mit Pickel und Steigeisen. Buhl war auch oft allein unterwegs und liebte gewaltige Überschreitungen in möglichst kurzer Zeit wie die Fiechtl-Weinberger-Route auf den Predigtstuhl im Wilden Kaiser zu klettern und nach dem Abstieg auch noch die Fleischbank-Süd-Ostwand dranzuhängen.
Um sich auf Anforderungen der Westalpen und des Expeditionsbergsteigens vorzubereiten, wandte sich Buhl dem Winterbergsteigen zu. Im Wetterstein gelang ihm beispielsweise die Direkte Schüsselkarspitze-Südwand erstmals im Winter, wobei ihm ein Schneesturm schwer zu schaffen machte. Für eine Überschreitung aller 25 Gipfel der Gleirschkette im Karwendel benötigte er trotz des tiefen Schnees insgesamt 33 Stunden, ­ ohne Ski! Als seine eindrucksvollste Winterbegehungen gilt die Watzmann-Ostwand über den Salzburger-Weg. Zu Buhls besten Partnern und Freunden zählte Walter Frauenberger, der ihn auf zahlreichen schwierigen Touren begleitete.
1953 Erstbesteigung Nanga Parbat, 8.125 m, Himalaya, Pakistan: Teilnahme an der deutsch-österreichischen Willi-Merkel-Gedächtnis-Expedition unter der Leitung von Dr. Herrligkoffer. Buhl ist fit – und voller Tatendrang. Deshalb widersetzt er sich am Nanga Parbat auch dem vom bergsteigerischen Leiter Peter Aschenbrenner ausgegebenen Rückzugsbefehl. Per Telefon werden Hans Ertl, Hermann Buhl, Otto Kempter und Walter Frauenberger, die sich bei bester Laune im Lager III befinden, vom Basislager aus zum Absteigen aufgefordert. Doch die vier Bergsteiger wollen ihre letzte Chance nützen. Auch wenn man ihnen vom Basislager jede weitere Unterstützung verweigert, wagen sie den Gipfelversuch. Im Lager V, auf 6.900 m, können allerdings nur zwei Mann übernachten. Ertl und Frauenberger verzichteten großmütig auf einen Gipfelversuch und steigen mit den vier Trägern in Lager IV ab.
Am nächsten Morgen dreht Otto Kempter oberhalb des Silbersattels um. Hermann Buhl trennen noch 1200 Höhenmeter und sechs Kilometer Luftlinie vom Gipfel. Angesichts der vor ihm liegenden Schinderei entschließt er sich für Minimalgepäck. In den Rucksack kommen nur Dextro, Ovosport, ein Beutel Dörrobst und Neapolitaner-Schnitten, eine kleine Feldflasche mit Ertls bewährtem Cocatee, dazu Wärme-bekleidung, Steigeisen, die private Agfa Karat-Kamera sowie die pakistanische Flagge und der Tiroler Wimpel, zur Vorsorge einige Tabletten Padutin, ein Kreislauf förderndes Mittel gegen Erfrierungen und einige Pillen Pervitin für den äußersten Notfall. So quält sich Hermann Buhl dem Gipfel entgegen: „Eigenartig, denke ich mir, der Schnee ist trocken, die Luft ist kalt, doch die Sonne heizt erbarmungslos ein, dörrt den Körper aus, trocknet die Schleimhäute und legt sich wie eine Zentnerlast auf den ganzen Menschen. Es wird immer unerträglicher.“ Schließlich lässt Buhl auch seinen Rucksack mit der Verpflegung zurück. In der Senke zwischen Vor- und Hauptgipfel, auf 7.820 m, schluckt Buhl zwei Tabletten Pervitin. Obwohl er keine Wirkung verspürt, geht er weiter. Fast verhindert ein senkrecht aufstrebender Turm mitten im Grat den Aufstieg noch, doch Buhl ist zum Äußersten bereit und kann auch diese Barriere überwinden.
Nach rund 17 Stunden, am 3. Juli 1953 gegen 19 Uhr, erreicht Buhl den höchsten Punkt, am Ende seiner Kräfte. Kein berauschendes Glück … benommen rammt er den Pickel in den Schnee:Und dann stehe ich auf dem Gipfel, 8.125 m hoch. Aus dem Anorak hole ich meinen Tiroler Wimpel hervor und binde ihn an den Pickelstiel„, berichtet Buhl später über den größten Augenblick seines Lebens. Als Beweis der Erstersteigung hinterlässt er seinen Eispickel mit der Flagge Pakistans und errichtet einen kleinen Steinmann. Für seine Frau Eugenie nimmt er einen Stein vom Gipfel mit. Für den Abstieg wählt er eine andere Route, weil er kein Seil dabei hat, um die Kletterpassage zu überwinden. Ein Steigeisen gleitet ihm vom Schuh, Buhl kann es gerade noch festhalten.
Da er seinen Rucksack zurückgelassen hat, muss er die Nacht auf rund 8.000 m ohne weitere Ausrüstung verbringen – auf einer schmalen Felsleiste stehend.Fast gleichgültig sehe ich dieser Nacht entgegen“, beschreibt Hermann Buhl später dieses Biwak. „In der linken Hand halte ich die beiden Skistöcke. Hoffentlich entfallen sie mir nicht, ich brauche sie noch! Die Rechte klammert sich an einen Griff. … Jähe Müdigkeit überkommt mich, ich kann mich kaum mehr aufrecht halten. Der Kopf fällt nach vorne, die Augenlider drücken schwer herab, ich döse ein. …“ Buhl würgt fünf Pillen Padutin gegen Erfrierungen hinunter und verbringt die Nacht von Kälteschauern geschüttelt. Als es hell wird, setzt den Abstieg fort, kriecht fast dem Tal entgegen, bleibt immer wieder liegen, döst vor sich hin.Ich bin nicht mehr ich – nur noch ein Schatten – ein Schatten hinter einem Schatten.Erst am nächsten Abend, 41 Stunden nachdem er aufgebrochen war, erreicht Buhl völlig erschöpft die Zelte.
Mit der Erstbesteigung des Achttausenders erfüllte sich Hermann Buhl einen Lebenstraum. Auch der folgende Flaggenstreit zwischen Österreichern und Deutschen der Gruppe kann Buhls Erfolg nicht schmälern: Er stand als erster Mensch auf dem „deutschen Schicksalsberg“. Zurück in der Heimat erlebt Hermann Buhl die Schatten des Ruhms seines einsamen Gipfelerfolgs, durch Neid und Missgunst. Aber der Wahl-Ramsauer lässt sich nicht beirren, feiert Erfolge mit Vorträgen in ganz Europa und wird in Österreich zum „Sportler des Jahres“ gewählt. Hermann Buhl war bereits zur alpinen Legende geworden.
1957 Erstbesteigung Broad Peak, 8.046 m, Karakorum, Pakistan: Hermann Buhl, Kurt Diemberger, Markus Schmuck und Fritz Wintersteller am 9. Juni. Anschließend wollten Buhl und Diemberger noch auf die unbestiegene Eispyramide der Chogolisa, 7.654 m. Nach vier Tagen zwingen sie Nebel und Schneesturm auf 7.300 m zum Rückzug. Diemberger geht beim Abstieg voraus, Buhl folgt ihm – ohne Seilsicherung, denn sie müssen wegen des Wettersturzes rasch in tiefere Regionen. Plötzlich spürt Diemberger ein Zittern der Schneedecke. Er sieht sich um, Buhl ist verschwunden. Nur mehr dessen Spur ist erkennbar, endet aber abrupt bei einem gewaltigen Wechtenabbruch. Diemberger kehrt allein ins Lager zurück. Die tagelange Suche nach Buhl endet erfolglos.
Red. gek., Quellen: https://www.bergnews.com/service/biografien/buhl/buhl.php; Gerhard Schirmer (Text & Foto), Ulli Kastner, © www.landderberge.at