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10 Jahre Slowenisches Alpinmuseum Mojstrana

Nach jahrelangen Gesprächen und Vorbereitungen für die Errichtung des ersten slowenischen Alpinmuseums in Mojstrana, kam es endlich zur Realisierung des Projektes, das dann am 7. 8. 2010 feierlich eröffnet wurde. Es befindet sich im westlichen Teil von Mojstrana an der Bistrica, von wo ein 10 km langer Fußweg ins Vrata Tal zum Aljažev dom (Hütte) unter der berühmten Triglav-Nordwand führt. In unmittelbarer Nähe des Museums ragt die 186 m hohe Felswand Granščica auf, über die ein anspruchsvoller Klettersteig führt.

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Zur Jahresversammlung des Planinska zveza Slovenije-PZS/Alpenverband Sloweniens-AVS am 25. Mai 2002 präsentierte der damalige Vors. Franc Ekar einen Bericht mit der Begründung für ein Alpinmuseum. Die Vors. der Kommission für museale Bereiche des PZS (AVS), Dr. Slavica Tovšak, stellte den Inhalt des Museumprojekts vor. Die Delegierten stimmten daraufhin nicht nur zu, sie unterstützten den Aufbau des Alpinmuseums auch. Die ersten Schritte waren getan, schon im Jahr darauf wurden die wertvollen Archivexponate und Dokumentationsmaterialien über den PZS (AVS) an das Gornjesavski muzej übertragen. Diese fachlich kompetente Institution sollte das Alpinmuseum verwalten. Den Vertrag dazu unterzeichneten Franc Ekar und die Direktorin des Museums, Irena Benedičič. Als nächstes wurde die Bauphase eingeleitet. Die Gemeinde Kranjska gora sollte die Rolle des Investors und damit den Besitz des Museums übernehmen. Der damalige Bgm. Jurij Žerjav übernahm zu den Risiken auch die Verantwortung für die gesetzkonforme Ausführung des Projektes. Neben Mojstrana gab es damals zwei weitere interessierte Kandidaten: Bohinj und Bovec im Trentatal.

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Während der vergangenen 10 Jahre wurde immer wieder betont, dass das slow. Alpinmuseum nicht nur dazu diene, die alpinistische Geschichte der Slowenen zu bewahren, sondern die Liebe und Begeisterung der Slowenen für die Berge verkörpere. In seiner Jubiläumsrede betonte Alenka Smerkolj, Generalsekretärin der Alpen-konvention mit Sitz in Innsbruck, das Alpinmuseum sei eines der bedeutendsten und modernsten im Alpenbogen. Auch die Besucherzahlen, die 2019 den Rekord von 65.000 erreichten, bestätigen, dass das Museum seinen Sinn erfüllt und auch viele Besucher aus dem Ausland anlockt (fast 10% kommen aus Österreich, Italien, Deutschland, …).

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3200 Museumseinheiten mit 5000 Exponaten sind zu besichtigen. Die Bibliothek umfasst über 3000 Werke mit alpiner Thematik, dazu zahlreiche fotografische Sammlungen usw. Besondere Aufmerksamkeit wird der, inzwischen traditionell gewordenen jährlichen Gemälde-Ausstellung gewidmet. Anlässlich des Jubiläums wurden „Die zehn Ankerplätze“ präsentiert, die sich mit den wichtigsten bergsteigerischen Erfolgen der slowenischen Spitzenalpinisten im In- und Ausland beschäftigen. Dr. Jože Rovan, der Vors. des PZS (AVS) gab bei dieser Gelegenheit bekannt, dass nach zehn Aufbau-Jahren der ersten Phase des Museums nun die zweite Phase beginnt, die noch mehr Raum für die Realisierung von Ideen bietet. Auch Janez Hrovat, der Bgm. von Kranjska Gora, sieht als Besitzer und Hauptinvestor des Museums
die Zukunft in neuen Inhalten, in der hohen Qualität von Präsentationen, in einer zeitgemäßen Entwicklung für die Zukunft und das touristische Angebot der Region für alle, die Natur und Berge lieben. Bei dieser Gelegenheit betonte Franc Ekar, dass er stolz sei und es als Ehre betrachte, dass das Slow. Alpinmuseum während seiner Präsidentschaft des PZS (AVS) gebaut wurde.

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„Wenn Sie im Rahmen des Alpenklubs einmal den Wunsch haben, das Museum zu besichtigen, würden wir uns sehr freuen, eine spezielle Führung für Sie zu machen“, laden Franc & Marjeta Ekar ein.